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Nach 45 Jahren: Limbacher Zoohandlung schließt

Traditionsgeschäft Familie Lawnik beendet eine Ära

Limbach-Oberfrohna. 

Limbach-Oberfrohna. In den Siebzigern noch am Johannisplatz, seit 1992 an der Albertstraße, gehört die Zoohandlung für viele Haustierfreunde zur festen Adresse in Limbach-Oberfrohna.

 

Über 50 Tierarten

Zu Höchstzeiten gab es dort um die 50 Tierarten - von Mäusen, Hamstern, Meerschweinchen und Kaninchen über diverse Vogelarten bis hin zu Reptilien, Spinnen und Fischen aus Meerwasseraquaristik - sowie das benötigte Futter und Zubehör. Gegründet hat die Zoohandlung im Jahr 1977 Klaus Lawnik. Zusammen mit seiner Frau Martina und Mitarbeiterin Annett Borstein hat er den Laden immer allein geführt. Es gab Jahre, da hatte das Ehepaar keinen Tag Urlaub. "Das geht nur, wenn man ein bisschen verrückt ist, Tiere über alles liebt und das Ganze mit Herzblut macht", fasst es Klaus Lawnik zusammen. Nun ist demnächst Schluss damit - die Zoohandlung wird geschlossen.

 

Kosten sind nicht mehr zu stemmen

Dass er sein Geschäft nach 45 Jahren schließen muss, ohne einen Nachfolger gefunden zu haben, tue weh, so Lawnik. Doch die Kosten für das Unternehmen seien schlichtweg nicht mehr zu stemmen. So habe er zum Beispiel mit einem Heizölpreis von 23 Pfennigen pro Liter begonnen. Heute zahle er 1,68 Euro. "Alles ist immens teuerer geworden. Das kann einfach keiner mehr bezahlen", so Lawnik. Bis Mitte November wollen er und seine Frau den Laden leer geräumt haben. Tierbedarf bieten sie deswegen zu stark reduzierten Preisen an. Auch Tiere wie Meerschweinchen, Zwerghamster oder Wellensittiche suchen noch neue Zuhause. Unverkäuflich sind dagegen die Papageien Rudi und Lolita, die Kunden seit Jahren an der Kasse begrüßen. "Die kommen mit, wenn wir gehen", so Klaus Lawnik.

 

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