Nach Leichenfund in Culitzsch: Soko ermittelt

Kriminalität Kommission startet heute mit der Arbeit

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Etwa 50 Anwohner kamen zur spontanen Trauerbekundung von Bürgermeister Stefan Feustel Foto: Schwalbe

Wilkau-Haßlau. Er hatte nicht einmal einen Namen und nur die ersten Atemzüge überlebt: ein neugeborener Junge, dessen Leiche ein Bauer in Culitzsch beim Mähen seiner Wiese am 1. Juni in einem Müllsack fand.

Laut Obduktion lag der Junge bereits 4 bis 6 Wochen am Fundort. Eine natürliche Todesursache wurde bereits ausgeschlossen. "Es handelt sich eindeutig um ein Tötungsdelikt", so Bürgermeister Stefan Feustel (CDU) am Abend des 2. Juni bei einer von ihm spontan einberufenen Trauerfeier auf dem Alten Marktplatz. Die Staatsanwaltschaft hat eine Sonderkommission einberufen, die ab 12. Juni Ermittlungen aufnehmen wird.

Polizei sucht nach Zeugen

Zeugen, die im Zeitraum März/April verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Nähe des Fundortes der Leiche unweit der Verbindungsstraße zwischen Wilkau-Haßlau und Kirchberg in der Ortslage Culitzsch im Bereich der dortigen Bushaltestelle "Schweitzerhaus" wahrgenommen haben, sollten sich bei der Kriminalpolizei Zwickau melden.

Gleiches gilt für Zeugen, denen eine Frau aufgefallen ist, die bis März/ April dieses Jahres schwanger war und in der Folge kein Kind hatte. Telefon 0375-4284480. Erst nach Abschluss der Ermittlungen bekommt der Junge offiziell einen Namen.