Nah dran an neuer Technik

Vorgestellt Gymnasiast Jakob Haubold ist der "Erfinder" der Zwickau-App

Ja, geschafft - jubelnd stößt Jakob Haubold die Faust in die Höhe. Er hat eben eine knifflige Aufgabe gelöst. Neben der Schule in Rodewisch tüftelt der 18-jährige Gymnasiast in seinem Zimmer über Apps und Spots. Andere Hobbys kennt er fast nicht mehr. Dabei hatte es vor etwas über zehn Jahren ganz normal begonnen. Der junge Mann erinnerte sich: "Mit sieben Jahren erhielt ich meinen ersten Computer geschenkt, die Technik faszinierte mich ungemein." Schmunzelnd fügte er hinzu: "Später reparierte ich die PCs und Handys meiner Mitschüler." Bald verbrachte Jakob Haubold seine Freizeit mit dem Drehen von kurzen Filmen mit immer ausgeklügelteren Spezialeffekten. Ein Schulprojekt zum Thema "Rettet den Regenwald" ist heute noch im Internet zu sehen. Inzwischen entwickelt der junge Zwickauer spezielle Programme unter anderem für Computer und Handys. Haubold meint nachdenklich: "Es ist ein tolles Gefühl, für andere etwas zu tun und vielleicht irgendwann im Internet die eigene Arbeit wieder zu sehen." Das Engagement des Gymnasiasten wird auch anerkannt. Haubold zählt zu den wenigen ausgewählten jungen Forschern, die von Microsoft gefördert werden. Vielen Zwickauern ist er inzwischen als "Erfinder" der Zwickau-App bekannt. Seit dieser Zeit nutzen zahlreiche Privatleute, aber auch viele Geschäftsleute zunehmend seine Ideen und Angebote. Einmal Feuer und Flamme, will der 18-Jährige nach dem Abitur Informationstechnik studieren und sein schon beachtliches Wissen noch erweitern. Den meisten Gleichaltrigen hat Jakob jedenfalls heute schon etwas voraus - er ist Unternehmer. Mit 17 Jahren gründete der Schüler bereits eine eigene kleine Firma. msz