NETTO-Markt nicht genehmigt

Markt Ältere Bewohner klagen weiterhin über Versorgungslage in Marienthal

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Ein Verkaufswagen vor dem ehemaligen Markt versorgt mit dem Wichtigsten. Foto: Reinhard Peter

Zwickau. Im Stadtteil Marienthal erhitzen sich die Gemüter. Seit der Schließung des-EDEKA Marktes prallen unterschiedliche Meinungen aufeinander. Während vorwiegend die Älteren über mangelnde Alternativen und eine Verschlechterung der Versorgung klagen, freuen sich andere über die Beruhigung des "grünen" Stadtteils.

Die Zwickauer Stadtverwaltung und der Betreiber haben sich bisher um eine Nachnutzung des Gebäudes erfolglos bemüht. Bisher kam es zu keiner Lösung, um das Objekt am Eschenweg als Handelseinrichtung weiter betreiben zu können. Interesse soll es lediglich für eine anders geartete Nutzung des Gebäudes gegeben haben. Der leerstehende Markt wird weiterhin zur Weiternutzung für die wohnortnahe Grundversorgung angeboten.

Die Hoffnungen zahlreicher Marienthaler auf die Platzierung eines geplanten Netto-Marktes am Kreisel in der Steinpleiser Straße haben sich nach letzten Informationen inzwischen auch zerschlagen. Laut Gerichtsbeschluss in der Landeshauptstadt wurde eine derartige Nutzung der Fläche an dieser Stelle abgelehnt. Die Landesdirektion Sachsen hob eine von der Stadt Zwickau erteilte Baugenehmigung nach Widersprüchen von verschiedenen Anwohnern auf. Unterschriftensammlungen dagegen änderten nichts an dieser Entscheidung. Ein solcher Bau in einem Wohngebiet sei nicht zulässig, so die Begründung. Der Neubau verletze die Rechte der Anwohner.

Für ältere Marienthaler, die keinen fahrbaren Untersatz nutzen können, hat sich die Einkaufssituation verschlechtert. Ein Verkaufswagen hilft - ändert aber nicht grundsätzlich die Situation.