Neue Ausstellung wird eröffnet

August Horch Museum Ausstellung zeigt "Auto Union und Zweiter Weltkrieg"

Zwickau. "Auto Union und Zweiter Weltkrieg", unter diesem Thema eröffnete Thomas Stebich, Geschäftsführer des August Horch Museums, am Donnerstag einen neuen Ausstellungsbereich. Die Besucher erfahren hier, dass die Audi Union AG, wie alle Industrieunternehmen im Deutschen Reich, nach Beginn des Zweiten Weltkriegs am 1. September 1939 ihre Produktion auf Kriegsgüter umstellte. Ziel des neuen Ausstellungsbereiches ist es, die Rolle der Auto Union im Reigen der Kriegsproduzenten darzustellen, aber auch bewusst zu machen, wie sehr sich das Unternehmen in den Kriegsjahren vom zivilen Kfz-Hersteller zum reinen Kriegsproduzenten wandelte. Mit diesem Wandel einher und verstärkt durch die ab 1943 fast vollständige Fertigung von Lizenzprodukten erfolgte ein Wechsel im Selbstverständnis der Auto Union. Die "Vier Ringe" verschwanden aus der Wahrnehmung der Menschen. Begleitet wurde diese Entwicklung von einem immer größeren Bedarf an Mitarbeitern, der schon bald nur noch durch Fremdarbeiter aus dem angrenzenden Ausland oder den besetzten Gebieten gedeckt werden konnte. Es folgten Kriegsgefangene und "Ostarbeiter". Mit Fortdauer des Krieges siegte die Ökonomie über Menschlichkeit und Ethik. Ab September 1944 wurden auch bei der Auto Union KZ-Häftlinge in der Produktion eingesetzt. Unmittelbar nach der Machtergreifung Hitlers 1933 begann die nationalsozialistische Regierung mit der Aufrüstung der Deutschen Reichswehr (ab 1935 Wehrmacht). Kernstück der Aufrüstung war die moderne Bewaffnung und die durchgängige Motorisierung des Heeres. Der steigenden Nachfrage nach Militärfahrzeugen entsprachen auch deutsche PKW-Hersteller, zunächst durch Anpassung von Serien an die Bedingungen des militärischen Einsatzes. Bei der Auto Union waren dies vor allem Kübelwagen der Marken Horch, Wanderer und DKW. msz/ank