Neue Grabungen im zukünftigen Wellness-Hotel

Geschichte Archäologische Arbeit im Schloss Lichtenstein angekündigt

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Im Schlosshof liegen die Ausgrabungen derzeit unter Planen. Foto: Markus Pfeifer

Lichtenstein. In den letzten Wochen und Monaten war das Lichtensteiner Schloss zumindest auf den ersten Blick wieder ein Stück weit in einen Dornröschenschlaf gefallen. Denn die Archäologen und Bauleute ließen es im Winter ruhiger angehen.

Am Montag drängten sich jedoch Besucher in dem Gemäuer, denn es wurden wieder Führungen angeboten. "Burghauptmann" Christian Bretschneider, auch bekannt als Lichtensteiner Nachtwächter, sowie Schlosskenner Manfred Geyer nahmen die Interessierten in das Gebäude, das schon oft für Schlagzeilen sorgte.

Wellnesshotel ab 2019

Seit Ende 2014 gibt es eine neue Perspektive für die Anlage, deren Geschichte bis in die Zeit um 1200 reicht. Unternehmer Mario Schreckenbach hat das Schloss ersteigert und will es zu einem Wellnesshotel umbauen. Eigentlich soll es 2019 fertig werden, doch derzeit ist warten angesagt.

"Die Archäologen - sie kommen noch mal wieder", erklärte Manfred Geyer den Besuchern. Denn bei bisherigen Grabungen wurden im Hof unter anderem Grundmauern der alten Burg entdeckt, die natürlich das Interesse der Forscher weckten.

Im Schloss selbst verfolgten die Besucher am Montag interessiert, wie Geyer und Bretschneider über die früheren Bewohner, die einst imposanten Wandgemälde, besondere Stuckdecken oder das in einer Wand des Rittersaales entdeckte Schönburger Wappen berichteten.

Auch einen Blick in die Gruft des Lichtensteiner Schlosses, wo in alten Särgen die Gebeine der Schönburger ruhen, konnten die Teilnehmer der Rundgänge werfen. Hier und auch an all den anderen Stellen wurde deutlich, dass es bei der Sanierung noch viel Arbeit geben wird.