Neue Sirenen-Anlage warnt vor Gefahren

Sirenentest Übung und Feinabstimmung macht sich erforderlich

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Holm Günther (re.) nahm die Technik in Betrieb . Foto: Frenzel

Crimmitschau. Ohrenbetäubender Lärm war am Mittwochnachmittag in Crimmitschau zu hören. Mit Sprach-Durchsagen und Heulton hat die Feuerwehr die neue Sirenen-Anlage getestet. In der Kernstadt und den Ortsteilen gibt's 19 elektronische Sirenen. Sie können alle von einer Zentrale, die sich im Gerätehaus an der Fabrikstraße befindet, zugeschaltet werden.

Damit sollen die Bürger unter anderem vor den Gefahren durch Hochwasser, Feuer oder einen Chemieunfall gewarnt werden. Selbst an Autofahrer, die in einem Stau auf der großen Autobahnbrücke in Frankenhausen stehen, können die Helfer über die neue Technik notwendige Informationen weitergeben.

Die Daten werden per Funk übermittelt. Eine Rückmeldung gibt's am Computer - nach der Übertragung schalten die Symbole an den einzelnen Standorten von rot auf grün. Bei der Komplettprobe, die am Mittwoch zwischen 17 und 17.20 Uhr stattfand, hatte die Feuerwehr zudem Helfer an allen Sirenen-Standorten postiert. Damit wurde die Verständlichkeit kontrolliert.

"Im ländlichen Bereich waren die Durchsagen besser als in der Kernstadt zu hören", sagte David Tauber, Mitarbeiter für Brand- und Katastrophenschutz, nach einer ersten Auswertung. Im Stadtgebiet waren einige Mitteilungen durch das Echo der Signale schlecht zu hören. Deshalb müssen weitere Proben folgen. Anschaffung und Montage der Technik haben rund 250.000 Euro gekostet.