Neue Theater-Spielzeit lädt zu Grenzgängen ein

Programm Geboten werden Klassiker wie "Drei Schwestern"

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Die verschiedenen Sparten des Theaters gaben Kostproben des Programms der neuen Spielzeit. Foto: Andreas Wohland

Zwickau. Mit zwei "Vorhang auf!"-Veranstaltungen hat das Theater Plauen-Zwickau am Wochenende seine neue Spielzeit in Zwickau vorgestellt. Sie steht unter dem Motto "Grenzgänge" - passend zur Situation, in der sich die Theaterleute befinden. Denn die Generalsanierung des Gewandhauses bringt sie oft an die Grenzen des Machbaren und manchmal auch darüber hinaus.

Sanierungen noch bis 2020

"Aber wie Sie, liebe Theaterfreunde, der ,Freie Presse' entnehmen konnten, soll die Sanierung im März 2020 abgeschlossen werden, sodass wir frohen Mutes sind, die Spielzeit 2020/2021 im Gewandhaus eröffnen zu können", verkündete Generalintendant Roland May im Bürgersaal des Rathauses. Bis dahin werde man das vielfältige Programm sowohl im Malsaal als auch in bewährten anderen Spielstätten wie der "Neuen Welt", der Lukaskirche und der Aula der Pestalozzischule präsentieren.

May führte das Publikum durch das jeweils mehr als zweistündige Programm, bei dem die Leiter aller vier Sparten des Theaters über die Premieren, aber auch die besonderen Leckerbissen des Repertoires informierten. Dazu gehört beispielsweise der Liederabend "HORCH, was kommt von draußen rein", der für die 900-Jahr-Festwoche kreiert worden war und für so viel Begeisterung sorgte, dass er ab 31. Dezember in das Repertoire in Zwickau aufgenommen wird.

Theater bittet um Vorschläge

"Zum 31. Dezember werden wir leider unser Theater in der Mühle aufgeben müssen und sind auf der Suche nach einer adäquaten Spielstätte, was alles andere als leicht ist. Da wären wir für Vorschläge sehr dankbar", sagte der Generalintendant, der in der neuen Spielzeit als Regisseur für drei Schauspielinszenierungen verantwortlich zeichnet. Präsentiert wurde eine davon: ein Ausschnitt aus dem Schauspiel "Drei Schwestern" von Anton Tschechow.

Mit fünf Tänzerinnen und vier Tänzern präsentierte sich das Ballett fast vollständig und zeigte einen Ausschnitt aus dem Tanztheater "Arbeiten! Rausch! Gehirn zerschmettern!" von Ballettdirektorin Annett Göhre über Max Pechstein, das am 2. November im Malsaal uraufgeführt wird. Generalmusikdirektor Leo Siberski begeisterte mit seinem Orchester mit Peter Tschaikowskys 6. Sinfonie, die beim 3. Sinfoniekonzert "Composer's Night" am 8. November in der "Neuen Welt" aufgeführt wird. Mit viel Vorfreude präsentierten zudem die Sängerinnen und Sänger ihre nächste Premiere: "Die lustige Witwe" (am 19. Oktober).