Neue Überführung für 1,7 Millionen Euro

Brückenbau Spannbeton-Konstruktion in Hartenstein kommt ohne Zwischenpfeiler aus

Hartenstein. In der vergangenen Woche hat Landrat Christoph Scheurer (CDU) symbolisch den Startschuss für den Ersatzneubau der Muldenbrücke im Ortsteil Stenn gegeben. Der Chef der Kreisverwaltung setzte sich in den Bagger und übernahm den ersten Erdaushub. Bis Ende des nächsten Jahres soll die neue Kreisstraßen-Überführung fertig gestellt sein. Die Kosten für die Baumaßnahme liegen bei rund 1,7 Millionen Euro. "Aufgrund des bereits fortgeschrittenen Verschleißes hätte sich das Bauwerk nur mit einem unvertretbar hohen Aufwand den heutigen Anforderungen anpassen lassen. Damit fiel die Entscheidung für einen Ersatzneubau direkt unterhalb der vorhandenen Brücke", blickte Scheurer auf den Entscheidungsweg zurück. Die bisher genutzte Stahlträgerbrücke, die aus dem Jahr 1950 stammt, würde eine Vielzahl von Schäden aufweisen und nur über die unzureichende Fahrbahnbreite von 5,80 Meter verfügen. Die Brückenprüfer haben bei einer Kontrolle die Zustandsnote 3,8 vergeben - viel schlechter geht es nicht mehr.

Die neue Brücke wird auf einer Spannbeton-Rahmenkonstruktion errichtet. Die Stützweite beträgt 42 Meter. Auf Zwischenpfeiler im Mulden-Bett kann verzichtet werden. Die Fahrbahnbreite beträgt 7,50 Meter. Zudem entstehen Fußwege, die bisher nicht vorhanden waren: Der Oberstrom-Gehweg bekommt eine Breite von 2 Metern. Der Unterstrom-Gehweg für Notfälle entsteht in einer Breite von 1,50 Metern. Die Realisierung erfolgt in zwei Bauabschnitten: Erstens: Zunächst wird der Neubau der Muldenbrücke errichtet. Zweitens: Dann kann die Überführung an die bestehende Straße angebunden werden. Die Investition erfordert auch das Verlegen der Medien- und Versorgungsleitungen. Dabei kommt es auch teilweise zu Verkehrsbehinderungen. Zeitweilig macht sich in dem Bereich sogar eine Vollsperrung erforderlich. hof