Neuer leitender Chefarzt hat viele Aufgaben

Krankenhaus Prothesen für Hüft- und Kniegelenke sorgen für mehr Lebensqualität

Chefarzt Ulrich Lindenberg ist unter anderem Experte für Knie- und Hüftgelenke. . Foto: Markus Pfeifer

Lichtenstein. Ulrich Lindenberg tritt die Nachfolge von Peter Junghänel als leitender Chefarzt des DRK-Krankenhauses Lichtenstein an. Der 57-Jährige Hohenstein-Ernstthaler ist mittlerweile ein Urgestein im Krankenhaus. Er war schon von 1987 bis 1996 hier tätig und kehrte nach anderen Stationen im Jahr 2006 nach Lichtenstein zurück. Bereits seit 2011 hat er die Funktion des Chefarztes der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am DRK-Krankenhaus.

Alle zwei Jahre wird gewählt

Die Chefärzte der unterschiedlichen Kliniken des Hauses wählen aller zwei Jahre den leitenden Chefarzt. "Ich freue mich, dass mir meine Kollegen das Vertrauen schenken", sagt Lindenberg, der künftig auch ein Stück näher an die Krankenhaus-Leitung heranrückt. "Der leitende Chefarzt ist auch das Bindeglied zur Klinikleitung", erklärt Geschäftsführer Herbert Günther, der auch Peter Junghänel einen Dank für die geleistete Arbeit aussprach.

Junghänel orientiert sich laut Günther beruflich um. Fachgebiete Ulrich Lindenbergs, der in Leipzig studiert hat, sind Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie, Spezielle Unfallchirurgie und Notfallmedizin. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist zudem die Endprothetik. Künstliche Hüft- und Kniegelenke werden heute viel öfter eingesetzt als in früheren Jahren.

"Damit gewinnen die Leute viel Lebensqualität zurück", betont Lindenberg, der regelmäßig auch im Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes mitfährt. Jeweils etwa 150 Hüft- und Kniegelenke werden jährlich in Lichtenstein eingesetzt, wofür es im DRK-Krankenhaus sehr gute Bedingungen gibt. Dazu trugen in den vergangenen Jahren umfangreiche Investitionen in die neue Radiologie, eine neuen Operationssaal und den Sterilflur bei.

Es gibt nicht genug Nachfolgeärzte

Auch personell ist das Krankenhaus laut Herbert Günther derzeit gut aufgestellt. Doch der Wettbewerb um junge Mediziner ist groß, denn es kommen nicht genug Ärzte von den Unis. Laut Günther sind Pflegekräfte und mittlerweile auch Mitarbeiter für andere Bereich auf dem Arbeitsmarkt ebenfalls rar. Insgesamt arbeiten im DRK-Krankenhaus Lichtenstein rund 400 Angestellte. Platz gibt es für 155 Patienten.