Neuer Name für einen Weg

Umbenennung Bürger wehren sich

Die Stadträte in Werdau haben die Widersprüche von Bürgern gegen eine geplante Umbenennung des Schwarzen Weges im Ortsteil Leubnitz abgeschmettert. Damit wird der Abschnitt künftig die Bezeichnung "Am Saxas-Werk" tragen. Das wurde am Donnerstagnachmittag mit 17 Ja-Stimmen, zwei Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen beschlossen. Oberbürgermeister Stefan Czarnecki (CDU) machte deutlich, dass das Unternehmen die Kosten für die Umbenennung des Weges trägt.

Im Rathaus waren drei Widersprüche gegen die Umbenennung der Straße eingegangen. Einem Schreiben hatten sich sogar 54 Bürger mit ihrer Unterschrift angeschlossen. Sie machten deutlich, dass das Unternehmen mit der Fahrzeugbau-Tradition in der Region nichts zu tun habe. Lars Thiele aus Leubnitz, der an der Sitzung des Stadtrates teilnahm, kritisierte: "Die Umbenennung sorgt nur für Verwirrung." Er machte deutlich, dass die Firma ihr soziales Engagement gegenüber der Region und einem Teil der Beschäftigten vermissen lassen würde. Mit der Argumentation konnte Lars Thiele die Abgeordneten aber nicht überzeugen. Deshalb verließ er nach der Abstimmung wütend und türenknallend den Ratssaal.