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Neuer Veranstalter und viele Fragen am Sachsenring

Grand Prix Der ADAC will wieder die Regie übernehmen

Hohenstein-Ernstthal. 

Hohenstein-Ernstthal. Nach der Bekanntgabe, dass der ADAC Sachsen künftig als Veranstalter der Motorrad-Weltmeisterschaft auf dem Sachsenring fungieren will, gibt es noch eine Reihe offener Fragen. Vor allem die Rolle des bisherigen Promoters Sachsenring-Rennstrecken-Management GmbH (SRM) ist unklar. Die kommunale Gesellschaft, hinter der die Anliegerkommunen und der Landkreis stehen, war 2012 als Veranstalter eingesprungen, nachdem der ADAC seinen Rückzug aus finanziellen Gründen bekanntgegeben hatte.

SRM will Teil einer langfristigen Lösung sein

"Wir als SRM würden uns natürlich freuen, wenn wir auch in Zukunft Teil einer hoffentlich langfristigen Lösung sind", sagt Hohenstein-Ernstthals Oberbürgermeister Lars Kluge (CDU), der sich genau wie seine Amtskollegen überrascht von den jüngsten Entwicklungen zeigte. Denn von den Plänen des ADAC erfuhren die Lokalpolitiker aus einer Pressemitteilung und Medienveröffentlichungen, während sie gerade über die Sachsenringzukunft verhandelten. "Ganz ohne die SRM und die Kommunen geht es ja nicht", sagt der Oberlungwitzer Bürgermeister Thomas Hetzel (parteilos).

Um für die Zukunft gerüstet zu sein, liefen die Vorbereitungen für den Einstieg von Investor und Motorsportenthusiast Matthias Moser, der Anteile der SRM übernehmen wollte und verschiedene Ideen hatte, wie die Veranstaltung weiterentwickelt werden könnte. Auch eine direkte Zusammenarbeit mit dem Grand-Prix-Vermarkter Dorna war ein Thema, um nach den Vertragsstreitigkeiten mit dem ADAC künftig unabhängiger agieren zu können. Der ADAC kündigte derweil an, dass es 2019 keine Preiserhöhungen am Sachsenring geben wird und das Rennen auch in den Folgejahren gesichert werden soll. Die Sachsenring Classic findet im nächsten Jahr dagegen nicht statt.