NGG fordert "Arbeits- und Sozial-Agenda"

Wirtschaft Appell an heimische Bundestagsabgeordnete

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Zwickau. Für die rund 124.000 Beschäftigten im Landkreis Zwickau hängt viel davon ab, wie die politischen Weichen in Berlin gestellt werden: Wie viel ist künftig in der Lohntüte? Wird Arbeiten in der Nacht oder am Wochenende zur Normalität? Was passiert mit der Rente?

Mit Blick auf eine mögliche Neuauflage der großen Koalition hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) jetzt eine "Arbeits- und Sozial-Agenda" gefordert. Die NGG Dresden-Chemnitz richtet einen eindringlichen Appell an die heimischen Bundestagsabgeordneten: "Es muss klar sein, dass die Interessen der Beschäftigten nicht unter die Räder kommen." Die Arbeitszeit ist der NGG dabei besonders wichtig: 33.200 Menschen im Kreis Zwickau haben nach aktuellen Angaben der Arbeitsagentur eine Teilzeit-Stelle - trotz Hochkonjunktur. Das sind 16 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren. Dabei werden 84 Prozent aller Teilzeit-Jobs von Frauen erledigt.

Gewerkschafter Volkmar Heinrich sieht in den Zahlen einen klaren Auftrag an eine neue Bundesregierung: Nötig sei ein verbrieftes Rückkehrrecht auf Vollzeit. "Wer seine Arbeitszeit für die Erziehung der Kinder oder die Pflege der Angehörigen runterfährt, der muss danach auch wieder voll in den Job zurückkehren können." Volkmar Heinrich, Geschäftsführer der NGG-Region Dresden-Chemnitz: "Die nächste Bundesregierung hat die Chance zum Umsteuern. Gut gefüllte Haushaltskassen bieten den Spielraum für Reformen, von denen die Beschäftigten heute, aber auch die der nächsten Generation etwas haben."