Niedrigwasser in Limbach: So sollen die Lachmöwen zurückkommen

Umwelt Vogelinsel im Großen Teich in Limbach wird neu gestaltet

Limbach-Oberfrohna. 

Limbach-Oberfrohna. Spaziergängern rund um den Großen Teich bietet sich seit einiger Zeit folgendes Bild: Der Steg, der in der Regel direkt ins Wasser ragt, ist auf seinen Betonstelzen zu sehen. Darunter trockener Boden. Das Wasser des Teichs wurde zu großen Teilen abgelassen. Und es soll noch weitergehen. Die Aktion ist eine Maßnahme des Landkreises Zwickau, um die Vogelinsel zu vergrößern.

In den vergangenen Jahren wurden Teilbereiche durch Wellenschlag abgetragen und die Insel ist sichtlich geschrumpft. Schlamm aus dem Teich soll nun abgetragen und an die Insel gebracht werden, so dass sie schließlich eine Größe von etwa 700 Quadratmetern erreicht. Im November sollen die Arbeiten beendet sein und der Teich wieder aufgefüllt.

So wird die Brut nicht so schnell durch Überschwemmungen zerstört

Die Vogelinsel im Großen Teich wurde Anfang der 1990er-Jahre für Brutvögel geschaffen, zum Beispiel für die Lachmöwen. Sie waren die ersten, die sich vor fast 30 Jahren auf der Insel ansiedelten. In diesem Jahr war die Lachmöwen-Kolonie allerdings total verwaist. "Das ist ein schwerer Verlust für das Teichgebiet", sagte der Ornithologe und Mitarbeiter der unteren Naturschutzbehörde Jens Hering.

Etwa 300 Brutpaare der Lachmöwe nisten in der Regel auf der Insel im Europäischen Vogelschutzgebiet Limbacher Teiche. Für das Ausbleiben der Lachmöwen in diesem Jahr gab es laut Hering viele Gründe. Mit der Vergrößerung der Vogelinsel kann zumindest einem entgegengewirkt werden - die neue Größe der Insel hält Überschwemmungen, die die Brut zerstören können, besser stand.