Nutzungskonzept für Rogo-Fabrik wird gesucht

Umbau Investitionsbedarf im zweistelligen Millionenbereich

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Das Rogo-Gebäude mit seinem Turm. Foto: Markus Pfeifer

Oberlungwitz. Das markante Rogo-Gebäude mit seiner Ziegelbauweise und dem hohen Turm prägt das Oberlungwitzer Ortsbild. Nachdem es zuletzt als Lager für Strumpfwaren genutzt wurde, ist derzeit noch unklar, wie es mit dem imposanten Bauwerk weitergeht.

Bürgermeister Thomas Hetzel hatte im Dezember die neuen Besitzer zu Gast, um sich über Ideen auszutauschen. Es handelt sich um eine große, bundesweit agierende Gruppe, die bisher vor allem in Seniorenheime investiert hat und dabei schon mehrfach alte Industriebauten saniert hat. Eine solche Nutzung wird laut Hetzel aber in Oberlungwitz nicht angestrebt, da es in der näheren Umgebung schon eine Vielzahl von Einrichtungen gibt.

Die Gebäudesubstanz ist sicher, doch wie geht es weiter?

Die Investoren suchen derzeit nach sinnvollen Varianten und wollen laut Hetzel nichts überstürzen. Der Investitionsbedarf dürfte im zweistelligen Millionenbereich liegen. Eine Sicherung der Gebäudesubstanz, die insgesamt relativ gut ist, erfolgte bereits, sodass derzeit keine Gefahr des Verfalls besteht.

Errichtet wurde das Bauwerk in den Jahren 1927 und 28 im Rahmen einer Erweiterung des damals weltbekannte Strumpffabrik von Robert Götze, der alten Erzählungen zufolge mit dem hohen Turm unbedingt die nahe St. Martins-Kirche übertrumpfen wollte.