Oberlungwitz: Baumfällungen werden von Stadträten kritisiert

Kommunales Ersatzpflanzungen sollen überprüft werden - Aufforstungen sind geplant

Oberlungwitz. 

Oberlungwitz. Genau wie in anderen Orten gab es in den vergangenen Wochen auch in Oberlungwitz viele Baumfällungen. Oft waren es kranke Bäume, die von Sturm, Trockenheit oder Borkenkäfer geschädigt waren. Andere mussten für Bauvorhaben weichen. An der Robert-Koch-Straße verschwand zudem eine Baumreihe an einer Garagenanlage. "Das ist wirklich schade", sagte Stadtrat Matthias Beyer (CDU). Für Ratskollegin Beate Groß (FDP), die in unmittelbarer Nachbarschaft wohnt, war die Fällaktion nicht nachvollziehbar, denn die Bäume seien weder krank noch zu groß für den Standort gewesen. Die Verantwortlichen der Garagenanlage sehen das etwas anders.

Ersatzpflanzungen sind vorgesehen

Sie sahen in den Bäumen eine Gefahr, wenn immer kräftigere Stürme übers Land ziehen. Deshalb wurde sich für die Fällung entschieden, die nicht genehmigungspflichtig war. Als Ersatz soll voraussichtlich noch im Frühjahr eine Reihe von Sträuchern gepflanzt werden.

 

Stadtrat Beyer forderte in der letzten Ratssitzung eine Auflistung über genehmigte Fällungen und appellierte außerdem, dass bei vorgeschriebenen Ersatzpflanzungen genauer hingeschaut wird. Denn Bäume in der Stadt seien schließlich wichtig. Außerhalb von Oberlungwitz wird es perspektivisch Aufforstungen geben. Ein privater Landeigentümer stellt der Stiftung "Wald für Sachsen" Flächen östlich des Hirschgrundes zur Verfügung. Die Stadtverwaltung wiederum will Teile des Landschaftsschutzgebietes Hirschgrund erwerben und im Sinne des Naturschutzes weiterentwickeln.