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Oberlungwitz: Warum mussten die Bäume gefällt werden?

Projekt Umfangreiche Neupflanzungen im FSO-Park sind geplant

Oberlungwitz. 

Oberlungwitz. Nach den Baumfällungen im FSO-Park, wo im Vorfeld der Neugestaltung mehr als 70 Bäume gefällt worden, haben die Oberlungwitzer Stadtverwaltung und Landschaftsarchitektin Monika Schramm auf die Kritik reagiert. "Viele der Bäume wurden nie gepflegt und waren in einem sehr schlechten Zustand" sagte Monika Schramm bei einem Vororttermin mit Bürgermeister Thomas Hetzel und Steffi Seidel aus dem Bauamt. Auch einige gesunde Bäume wurden gefällt, damit Wege neu angelegt werden können. Deren Gefälle darf nicht zu groß sein und eine Asphaltoberfläche soll sie auch für Rollstuhlfahrer nutzbar machen. Auch die einfache Unterhaltung und Pflege der 10.000 Quadratmeter großen Fläche sei ein Ziel.

Haftungsfragen und rechtliche Aspekte bekommen bei so einem Vorhaben Vorrang vor Naturschutzaspekten, denn der von Naturschützern empfohlene Erhalt von einigen Baumstämmen als Totholzbiotop wurde von Monika Schramm aus Haftungsgründen abgelehnt. Bürgermeister Thomas Hetzel appellierte, die 660.000 Euro teure Neugestaltung nicht so negativ zu sehen. Wäre alles geblieben wie es war, hätte man das Gelände nicht begehbar machen können und daher nicht gekauft. Dann hätte es der bisherige Besitzer langfristig in ein Wohngebiet umgestalten können.