Olympia 2030: "Sport kann Probleme lösen"

Interview Im Gespräch mit Tommy Haeder

Vor einer Woche wurden erstmals Berichte öffentlich zu einer möglichen Olympiabewerbung von mehreren deutschen Bundesländern, darunter auch Sachsen, öffentlich (BLICK berichtete). BLICK-Reporterin Andrea Funke sprach im Interview mit Tommy Haeder, dem Präsident vom SV Fortschritt Lunzenau e.V. über die Möglichkeit, Olympia nach Sachsen zu holen.

Hat in Ihren Augen eine Bewerbung für 2030 realistische Erfolgsaussichten? Und was sind in Ihren Augen die Gründe dafür?

Aus meiner Sicht wäre ein solches Vorhaben wünschenswert und auch realistisch, jedoch nur wenn sich Region, Verbände und Bevölkerung gleichermaßen hinter die Sache stellen und gemeinsam eine Begeisterung auslösen. Sport kann Probleme lösen und die Bevölkerung zusammenrücken lassen. Dazu ist unser Gebiet, welches über eine Bewerbung für 2030 nachdenkt nahezu perfekt geeignet. Es existieren bereits jetzt tolle Anlagen, sportbegeisterungsfähiges Publikum und zahlreiche erfolgreiche Sportler.

Was erwarten Sie für die Region, wenn die Spiele tatsächlich hier ausgetragen werden - in sportlicher und wirtschaftlicher Hinsicht?

Sportlich ganz klar die Auswirkung, dass sich mit einer erfolgreichen Bewerbung noch mehr für die Wintersportarten begeistern werden und für eine Teilnahme an den Spielen alles geben werden. Der Nachwuchs von Heute wären ganz klar die Sieger von Morgen! Wirtschaftlich sehe ich enormes Potenzial, da in die Infrastruktur keine enormen Summen investiert werden müsste.Viel ist bereits heute vorhanden und kann davon profitieren.

Wie viele und welche Wettbewerbe würden Sie besuchen, wenn die Spiele hier in der Region ausgetragen würden?

Bisher habe ich den Wintersport nur im TV verfolgt, kann mir aber gut vorstellen, dann dieses Ereignis auch mal live in den Sportstätten anzuschauen, wenn sich diese Gelegenheit tatsächlich bietet.