Olympia-Bewerbung: "Das wäre ein absoluter Höhepunkt"

Interview Frank Hübschmann spricht über Chancen

Crimmitschau. 

Crimmitschau. Seit wenigen Tagen wird über eine gemeinsame Bewerbung von Sachsen, Thüringen und Bayern für die Austragung der Olympischen Winterspiele, die 2030 stattfinden, diskutiert. Holger Frenzel sprach mit Frank Hübschmann, der in Wettelswalde wohnt und beim Internet-Sender "Sprade TV" die Partien des Eishockey-Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau kommentiert.

Hat in Ihren Augen eine Bewerbung für 2030 realistische Erfolgsaussichten? Und was sind in Ihren Augen die Gründe dafür?

Für mich hat die Bewerbung schon gute Aussichten auf Erfolg. Denn, wenn man zurück denkt, dass die Bewerbung von Leipzig eine große Euphorie ausgelöst hat, so denke ich, könnte es hier ähnlich sein. Wir sind ein Sportstandort. Und es wäre für die Region und für Deutschland ein absoluter Höhepunkt.

Was erwarten Sie für die Region, wenn die Spiele tatsächlich hier ausgetragen werden - in sportlicher und wirtschaftlicher Hinsicht?

Es würden neue Sportstätten entstehen, zu den bereits vorhandenen. Die Infrastruktur würde sich verbessern, auf lange Sicht würde es aus meiner Sicht einen touristischen Aufschwung geben und nach den Spielen auch weiterhin die Möglichkeit bestehen große internationale Wettkämpfe durchzuführen. Was mir bei der Ankündigung noch gefallen hat, dass man sich mehr auf die sportliche Austragung konzentrieren will und das Geld nicht sinnlos verbauen will. Trotzdem würde die Vorbereitung und Austragung der Spiele ein finanzieller Kraftakt für die Region und Deutschland werden.

Wie viele und welche Wettbewerbe würden Sie besuchen, wenn die Spiele hier in der Region ausgetragen würden?

Ich würde mir die Wettkämpfe im Biathlon, Bob und Rodeln sowie die nordische Kombination anschauen. Dabei würde ich versuchen auch das Flair an den Wettkampfstätten mitzubekommen beziehungsweise zu genießen.

Auch Jens Weißflog und Candy Bauer wurden zum Thema befragt.