Optimierung der Produktion

Volkswagen Sachsen Verträge von rund 600 Leiharbeitnehmer sollen auslaufen

Wie eng Freud und Leid zusammenhängen können, haben die Beschäftigten im VW-Werk Mosel in dieser Woche erfahren müssen. Das Unternehmen Volkswagen informierte die Belegschaft darüber, dass aufgrund einer veränderten Programmplanung, mit Optimierung der Golf und Passat Fertigung 2016 am Standort Zwickau die Verträge der rund 600 Leiharbeitnehmer in zwei Stufen auslaufen sollen. Stellenabbau bei Volkswagen? Die Nachricht schlug buchstäblich wie eine Bombe ein. Jens Rothe, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats von Volkswagen Sachsen, erklärte dazu: "Wir erwarten als Betriebsrat, dass die AutoVision als Leiharbeitsfirma, für die der Vorstand als 100-prozentige VW-Tochter Verantwortung trägt, alternative Einsatzmöglichkeiten für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen prüft. Verträge einfach nur auslaufen zu lassen, hat für uns nichts mit sozialer Verantwortung zu tun". Licht am Horizont zeichnete sich schon Stunden nach Verkündigung der Nachricht ab. So erklärte der Porsche Konzernbetriebsratsvorsitzende Uwe Hück: "Volkswagen Sachsen droht in Zwickau und Dresden ein Beschäftigungsproblem und wir Arbeitnehmervertreter bei Porsche haben entschieden, wir fackeln nicht lange, wir helfen. Porsche ist Teil von Volkswagen und die Standorte unseres Konzerns halten zusammen." Uwe Hück sagte weiter "Wir wollen dazu beitragen, zumindest für einen Teil der heute bei Volkswagen Sachsen befristet beschäftigten Kollegen eine Perspektive bei Porsche in Zuffenhausen und Leipzig zu eröffnen." Die genaue Anzahl, der Übergang und Zeitpunkt sollen in den ersten Wochen des neuen Jahres vereinbart werden. Eine ähnliche Situation zeichnet sich am Standort der "Gläsernen Manufaktur" in Dresden mit dem Auslauf der Phaeton-Produktion ab, im Frühjahr 2016 wird dieser Bereich umgebaut. msz/prm