Orchester bleibt vom Rotstift verschont

Musik Beamte absolvieren Konzert-Marathon

Landkreis. Trotz des geplanten Stellenabbaus bei der sächsischen Polizei: Dem Polizeiorchester Sachsen droht vorerst kein personeller Aderlass. Der musikalische Leiter Torsten Petzold kann weiterhin mit einem 35-köpfigen Team arbeiten. "Eine Personalreduzierung hätte dazu geführt, dass wir den Charakter eines Blasorchesters verlieren", verdeutlicht Torsten Petzold, der seit vier Jahren für das Ensemble die Verantwortung trägt. Petzold erinnert an die Situation vor rund zwei Jahrzehnten: Damals standen noch 59 Frauen und Männer für das Polizeiorchester auf der Bühne und auf dem Lohnzettel. Die Mitglieder des Polizeiorchesters können sich übrigens voll und ganz auf ihre musikalische Tätigkeit konzentrieren. Sie müssen bei der Polizei keine anderen Aufgaben übernehmen. "Das ist auch gar nicht möglich", sagt Torsten Petzold mit Blick auf das umfangreiche Pensum. Pro Jahr tritt der Klangkörper bei 160 bis 170 Konzerten auf. Am Mittwoch legte das Polizeiorchester einen Zwischenstopp im Stadttheater in Glauchau ein. Rund 800 Mädchen und Jungen aus Kindertagesstätten und Grundschulen erlebten die Show "Der Ton macht die Musik". Mit den Auftritten soll ein Beitrag zur Präventionsarbeit geleistet werden. An diesem Wochenende spielt das sächsische Polizeiorchester in Berlin. Nächste Woche folgen Auftritte in Leipzig. Sachsenweit muss die Polizei künftig mit weniger Personal auskommen. 2020 stehen noch 11.280 Stellen zur Verfügung. Momentan verfügt die Polizei über mehr als 13.000 Stellen. hof