Ordnungsamt bekommt einen eigenen Blitzer

Kontrolle Stadtrat Crimmitschau beschließt Anschaffung entsprechender Technik

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Die Stadt Crimmitschau will die Jagd nach Rasern jetzt selbst übernehmen. Foto: Thomas Michel

Crimmitschau. Ab dem kommenden Jahr werden die eingenommenen Gelder aus Geschwindigkeitskontrollen in die Crimmitschauer Stadtkasse fließen. Die Stadträte haben auf ihrer jüngsten Sitzung mehrheitlich beschlossen, die bisherige Strategie zu verändern.

Das heißt: die seit längerem gültige Vereinbarung mit der Stadt Zwickau über den Einsatz der Blitzertechnik auf Crimmitschauer Territorium - meist auf einem Abschnitt des Nordverbinders - wird zum Jahresende gekündigt. Die Kommune kümmert sich ab dann selbst um die Raser.

Fünf Tage im Monat soll geblitzt werden

"Der Wunsch der Einwohner nach mehr Kontrollen des Verkehrs wurde in der vergangenen Zeit immer lauter", sagte Karin Schnupp, Chefin des Fachbereichs für Öffentliche Ordnung und Sicherheit. Sie nannte neben den Ortsdurchfahrtsstraßen vor allem die Leipziger Straße und die Glauchauer Landstraße.

Durch die eigene Technik - die dafür notwendigen 41.000 Euro werden Bestandteil des Stadthaushaltes 2018 - könne die Stadt künftig selbst entscheiden, wo und wann in Crimmitschau und den Ortsteilen Dennheritz geblitzt wird. Nach Angaben der Stadtverwaltung sind derzeit fünf Blitz-Tage pro Monat im Gespräch.

Autofahrer sollen nicht abgezockt werden

"Wir haben uns mit dieser Thematik schon ein Jahr intensiv beschäftigt, zumal sich die Polizei aufgrund ihrer personellen Probleme immer mehr aus diesem Bereich zurückziehen wird", sagte der scheidende Oberbürgermeister Holm Günther (Für Crimmitschau).

Feste Blitzer seien für ihn kein Thema. Die Stadt wolle die Autofahrer nicht abzocken. "Mit dieser Entscheidung geht es uns um eine Erhöhung der Sicherheit", betonte Günther.