Passionsgeschichte einmal anders

Auftritt Kindermusical in Zwickau geht schwieriges Thema an

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Für die jungen Akteure des Passionsmusicals "Es ist vollbracht" war ihr Auftritt in der Pauluskirche der abschließende Höhepunkt des Projektes. Foto: Andreas Wohland

Zwickau. Die Marienthaler Pauluskirche verwandelte sich am letzten Wochenende erneut in eine Bühne. 40 Kinder und Jugendliche der Pauluskirchgemeinde hatten zusammen mit Gleichaltrigen aus anderen Zwickauer Kirchgemeinden das Stück "Es ist vollbracht" von Thomas Riedel einstudiert. Musikalische Unterstützung erhielten sie bei den einzigen beiden Aufführungen von einer Band aus Jugendlichen und Erwachsenen.

Geschichten aus dem Alten Testament liefern die Handlung

In schon bewährter Weise liefen die Fäden des Projektes bei Pauluskantor Matthias Grummet zusammen. Und der machte kein Geheimnis daraus, dass es ihm nicht nur auf eine gute musikalische Ausführung ankam. "Für viele Kirchenmusical bilden Geschichten aus dem Alten Testament die Grundlage der Handlung. Allein schon unter diesem Gesichtspunkt fand ich es interessant, mit den Heranwachsenden einmal einen Stoff aus dem Neuen Testament zu behandeln", sagte er.

Auch Kinder sollen die ganze Geschichte kennenlernen

Gerade weil das Thema Kreuzigung auf den ersten Blick vielleicht nicht sonderlich "kinderfreundlich" wirke, sei es ihm besonders wichtig gewesen, den Kindern und Jugendlichen das Ganze zu erklären und ihnen näher zu bringen. "Dazu gehört auch, dass die Geschichte eben nicht mit der Kreuzigung abschlossen ist, sondern mit Ostern und der Auferstehung ihre Fortführung findet."

Schon zu Jahresbeginn haben die jungen Künstler mit dem Einstudieren des Stückes begonnen. Den Abschluss bildete ein einwöchiges Probenlager in den Winterferien, das im fränkischen Schwarzenbach am Wald absolviert wurde.