Personalknappheit in der Löffelstube

Soziales Organisation für Arbeitslose in Hohenstein geschlossen

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Helga Köhler (links) und Elke Stolper kümmern sich um die Verwaltung. Foto: Markus Pfeifer

Hohenstein-Ernstthal. Die Gesellschaft zur Förderung gemeinnütziger Hilfen für Arbeitslose (GFA) in Hohenstein-Ernstthal hat Sorgen. Der Betreiber der Löffelstube und der Tafel am Neumarkt sowie der Möbelbörse an der Breiten Straße kann aufgrund der Personalknappheit seine Angebote kaum noch absichern.

Todesfall führt zur derzeitigen Schließung

Die Löffelstube, die Bedürftigen ein warmes Mittagessen ermöglicht, ist derzeit sogar geschlossen und öffnet erst am 15. Januar wieder. "Unser Koch ist kürzlich überraschend verstorben", berichtet Helga Köhler, Geschäftsführerin bei der GFA. Da zu Jahresbeginn auch noch einige Mitarbeiter, die im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes tätig sind, zu Seminaren mussten, gab es keine andere Möglichkeit als die Schließung. Die wöchentliche Ausgabe von Lebensmitteln an der Tafel, die jeweils donnerstags ab 15.30 Uhr erfolgt und rund 200 Haushalte in der Region unterstützt, kann aber abgesichert werden.

Nur eine Aktion unterstützt das Engagement

Helga Köhler wird sich gerade mit Blick aufs Personal mehr Unterstützung von den Ämtern erhoffen. "Es gibt aber keine Maßnahmen mehr", klagt sie. Nur die Aktion "Wir für Sachsen" unterstützt ehrenamtliches Engagement in geringem Rahmen. Gerade für ältere Arbeitslose, bei denen die Rückkehr auf den ersten Arbeitsmarkt unrealistisch ist und ständige Weiterbildungen selten zielführend sind, müssten Möglichkeiten einer geförderten Tätigkeit in gemeinnützigen Einrichtungen geschaffen werden.



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