Piraten suchen einen Center

Eishockey Crimmitschau gewinnt Heimspiel und verliert Auswärtspartie

Die Eispiraten Crimmitschau verfügen über die "Schießbude" der zweiten Bundesliga. Sie kassierten in dieser Serie schon 58 Gegentreffer. Die Westsachsen können in der Länderspielpause noch eine freie Ausländerstelle besetzen. Manager Ronny Bauer und Trainer Fabian Dahlem lehnen trotz der Defensivprobleme die Verpflichtung eines neuen Abwehrspielers ab. Sie wollen stattdessen einen Center mit Spielmacher-Qualitäten in den Sahnpark holen. "In diesem Bereich sehen wir den größten Handlungsbedarf", erklärte Manager Ronny Bauer. Aus seiner Sicht gibt es für die Abwehr mit Florian Müller, der noch verletzt ist, und mit dem in den Sturm versetzten Esbjörn Hofverberg ausreichend Alternativen im eigenen Kader.

Aber: In der Abwehr fallen zwei "Baustellen" auf. Erstens: Den Eispiraten fehlen Spieler, die vor dem eigenen Kasten aufräumen. In der vergangenen Serie nahmen Travis Martell und Patrik Vogl diese Rolle ein. Das Duo ist aber meilenweit von einer Normalform entfernt. Zweitens: In Überzahl muss endlich die Power und die Durchschlagskraft von der blauen Linie erhöht werden.

Am vergangenen Wochenende gab es für die Eispiraten-Profis einen Sieg und eine Niederlage. Sie setzten sich gegen die Landshut Cannibals mit 6:5 (1:0,0:2,4:3,1:0) nach Penaltyschießen durch. Für die Gastgeber waren Martin Heinisch (2), Thomas Pielmeier, Aaron Lee und Austin Wycisk erfolgreich. Vor den rund 1700 Zuschauern verwandelten Martin Heinisch und Clarke MacArthur ihre Penaltyversuche. Am Sonntag blieb das Team dann ohne Punkte. Das Sachsenderby in Weißwasser ging mit 1:2 (0:1,0:1,1:0) verloren. Vor den 2300 Zuschauern mussten die Gäste auf die erkrankten Clarke MacArthur, Philipp Gunkel und Esbjörn Hofverberg verzichten. "Trotz der Ausfälle hat meine Mannschaft eine tolle Reaktion gezeigt und bis zum Ende gekämpft", sagte Trainer Fabian Dahlem. Den einzigen Treffer für seine Mannschaft erzielte Aaron Lee.