Pleiße-Ufer bekommt eine neue Stützwand

Bauprojekt Arbeiten in Crimmitschau dauern bis November 2017

pleisse-ufer-bekommt-eine-neue-stuetzwand
Auf der Baustelle an der Fabrikstraße kommt auch ein riesiges Bohrgerät zum Einsatz. Foto: Frenzel

Crimmitschau. In den Häusern rund um die Fabrikstraße ist immer wieder ein dumpfes Klopfen und Klappern zu hören. Das Geräusch kommt von einem 21 Meter hohen und 70 Tonnen schweren Bohrgerät. Die Maschine ist seit Anfang Mai bei der Sanierung der Pleiße-Stützwand im Einsatz.

"Das kommt vom Abschütteln der Erde vom Schneckengewinde", sagt Bauleiter Lars Kohl. 95 Bohrpfähle müssen zwischen fünf und zwölf Meter tief im Untergrund verankert werden. Sie befinden sich zum Teil im Rotliegenden. "Wir schaffen momentan drei bis vier bewährte oder sechs bis acht unbewährte Bohrpfähle am Tag", teilt Lars Kohl mit.

Das Hochwasser von 2013 machte die Bauarbeiten notwendig

Die Bohrpfähle haben einen Durchmesser von 88 Zentimetern. Ein bewährter und ein unbewährter Pfahl wechseln sich ab - sie halten sich künftig quasi gegenseitig. Nach dem Abriss der alten Stützwand wird zum Schutz und zur optischen Aufwertung an dem rund 70 Meter langen Teilstück noch eine Naturstein-Verblendung angebracht.

Fast auf den Tag genau vor vier Jahren - Anfang Juni 2013 - hat das Hochwasser der Pleiße für Schäden an der Stützwand zwischen Friedrich-August-Straße und Feuerwehrgerätehaus gesorgt. Stadtverwaltung und Planungsbüros haben verschiedene Lösungen für die Instandsetzungen diskutiert.

Die Herausforderung:

In der Fabrikstraße liegen zahlreiche Medienleitungen. Ein Teil der Fahrbahn muss stets befahrbar bleiben, weil sich hier Rettungswache und Feuerwehrgerätehaus befinden. Die Mittel für das Bauvorhaben kommen aus den Fördertöpfen von Bund und Freistaat. Rund 900.000 Euro stehen zur Verfügung. Die Fertigstellung ist bis November geplant, teilt die Stadtverwaltung mit.