Poetry-Slammer verarbeitet sein Unglück im Film

Kinofilm "Lieber leben" ist eine Tragikomödie über Freundschaft

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Szene aus "Lieber Leben". Foto: Veranstalter

Zwickau. Im Kino Casablanca im Alten Gasometer wird am 23. Januar, 20 Uhr, der Film "Lieber leben" gezeigt. Der Streifen zeigt eine unerwartet humorvolle und einfühlsame Geschichte über Freundschaft, die mit Nachwuchsdarstellern und Hip-Hop-Beats für das moderne französische Kino steht. Benjamin hat haufenweise Pläne und einen großen Sinn für Humor. Auch Farid hatte einiges vor, bevor er vor Jahren durch einen Unfall im Rollstuhl landete.

Die beiden treffen sich in einem Reha-Zentrum, in das auch Benjamin verlegt wird, nachdem er sich einen Halswirbel gebrochen hat. Er wird lebenslang behindert sein, heißt es. Ob telefonieren, pinkeln oder essen - nichts geht bei Benjamin mehr ohne die Hilfe von der ungeschickten Schwester Christiane und von dem immer viel zu gut gelaunten Pfleger Jean-Marie.

Das Unglück auslachen

Trotzdem gibt Benjamin nicht auf, er reißt einen Witz nach dem nächsten über die bedeutungslustige Reha-Psychologin und die unzumutbaren Stützstrümpfe. Benjamin trifft auch auf Toussaint und Steeve, ebenfalls Patienten, die die große Kunst gelernt haben, das Unglück einfach auszulachen. Und dann ist da noch die bildhübsche Samia, in die Benjamin sich auf den ersten Blick verliebt.

Eine Gruppe voller Knallköpfe und Kämpfer - versehrte Helden, die gemeinsam die Verzweiflung aus dem Weg räumen und jeden Millimeter Bewegung feiern. "Lieber Leben" ist eine autobiografische Tragikomödie von dem Poetry-Slam-Künstler Fabien Marsaud, der seit einem Unfall gelähmt ist.