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Politiker benennen Ernst der Lage

Haushalt Im Etat klafft 300.000-Euro-Loch

Crimmitschau. 

Ernste Worte haben Oberbürgermeister Holm Günther (Für Crimmitschau) und die Vertreter der Stadtratsfraktionen in dieser Woche vor der Beschlussfassung des Haushaltsplanes angestimmt. Der Grund: Im Etat klafft ein Loch von 300.000 Euro. Das Defizit kann nur durch einen Griff auf das Spar-Konto ausgeglichen werden. Diesen Schritt müssen die Crimmitschauer zum ersten Mal gehen. "Dies kann und darf nur eine einmalige Maßnahme sein", sagte Holm Günther. Solche Entnahmen würden schließlich das Vermögen aufzehren.

Der Ausweg aus der Misere: In den nächsten Wochen und Monaten soll es zu einer Debatte, an welchen Stellen der Rotstift angesetzt werden kann, kommen. Holm Günther forderte dabei eine vorbehaltlose Diskussion und warnte vor unnötigem Aktionismus. In der Vergangenheit gab es in Crimmitschau schließlich nur zu wenigen Sparvorschlägen einen Konsens.

Den Abgeordneten aus Crimmitschau ist der Ernst der Lage bewusst. Wenn der Finanzplan auch in Zukunft nicht ausgeglichen werden kann, ist die Reserve wahrscheinlich schon in drei Jahren aufgebraucht. Stephan Theuring (CDU) sagte, dass die Stadt zuletzt über ihre Verhältnisse gelebt habe. "Deshalb muss jeder auch von seiner heiligen Kuh runter", forderte Theuring. Dieter Steiniger (FDP) regte eine intensivere Bürgerbeteiligung an, André Raphael (Für Crimmitschau) sprach sich für eine Agenda mit einem Blick bis auf das Jahr 2025 an und sieht die Notwendigkeit für eine Neuordnung der Personalstruktur in der Verwaltung. Linken-Fraktionschef Wolfgang Spiegelberg machte aber schon deutlich: "Ein pauschales Zusammenstreichen der Leistungen, damit am Ende eine schwarze Null steht, machen wir nicht mit." hof