Polizei ist Tätern auf der Spur

Brand Anschlag auf Obdachlosenunterkunft

Auf das Wohn- und Sozialhaus "Zum Regenbogen" in der Zwickauer Büttenstraße wurde am Wochenende ein Brandanschlag verübt. Nach Angaben der Polizei kam bei dem Vorfall niemand zu Schaden. Lediglich das Gebäude wurde in Mitleidenschaft gezogen. Einen politischen Hintergrund schließt die Polizei mittlerweile aus.

In der Nacht vom Freitag zum Samstag hatten Unbekannte eine Eingangstür der am Stadtrand gelegenen Obdachlosenunterkunft aufgebrochen und einen Brandsatz gegen die verschlossene Zwischentür geworfen. Den vom Feueralarm aus dem Schlaf geschreckten Hausbewohnern gelang es, den Brand unter Kontrolle zu bringen, bevor er sich über den Eingangsbereich hinaus hätte ausbreiten können.

"Um zwei Uhr nachts schrillte auf einmal der Rauchmelder", berichtet Hausbewohner Peter Rohde. "Nachdem wir bemerkt hatten, wo das Feuer herkam, sind wir um das Haus gelaufen und haben den Brand von außen gelöscht", so Rohne weiter. "Es war nur ein Glimmbrand, ein Eimer Wasser hat genügt", fügt er hinzu. Davis Austel, dessen Zimmer direkt neben dem Brandherd liegt, bestätigt: Schlimmer als der eigentliche Brand sei die Rauchentwicklung gewesen, welche erst dank der eintreffenden Feuerwehr beseitigt werden konnte.

Schließlich sei die Sache glimpflich ausgegangen, erklärt Austel erleichtert. Aber es hätte auch schlimmer kommen können. Bedroht fühle er sich jetzt schon. "Denn wir wissen ja nicht, wer hinter dem Angriff steckt", sagt er.

Bereits zwei Tage nach der Tat kann die Zwickauer Polizei erste Ermittlungsergebnisse melden. "Wir verfolgen mittlerweile eine heiße Spur", erklärte Polizeisprecherin Anett Münster am Montag, ohne auf Einzelheiten einzugehen. Ein politischer Hintergrund sei jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit auszuschließen.