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Polizei musste im Vogtland und Westsachsen so oft ausrücken wie letztes Jahr

blaulicht Die Anzahl der Delikte ging dieses Jahr trotz der Einschränkungen nicht zurück

Region. 

In der Zeit von Donnerstagmittag bis Freitagmittag wurden Beamte der Polizeidirektion Zwickau zu insgesamt 176 Einsätzen gerufen. Bei den Einsatzmaßnahmen wurde die Polizeidirektion Zwickau von Beamten der sächsischen Bereitschaftspolizei unterstützt. 52 mal mussten Polizisten zu Einsätzen im Zusammenhang mit Silvesterfeierlichkeiten im Landkreis Zwickau und im Vogtlandkreis ausrücken.

Dabei handelte es sich in 39 Fällen um Ruhestörung. Die Polizei musste 36 Platzverweise aussprechen. Zudem kam es zu 16 Sachbeschädigungen durch Feuerwerkskörper (Stand: 01.01.2021, 12:00 Uhr), bei denen hauptsächlich Briefkästen, Müllcontainer, Zigarettenautomaten sowie ein Fahrzeug beschädigt wurde. Der insgesamt entstandene Sachschaden wurde nach ersten Erkenntnissen auf rund 8.300 Euro geschätzt.

Außerdem waren Beamte bei zehn Bränden im Einsatz, bei denen Sachschaden im mittleren fünftstelligen Bereich entstand. Betroffen waren auch hier hauptsächlich Müll- und Sammelcontainer.

Es wurden zudem sechs Körperverletzungsdelikte zur Anzeige gebracht, bei denen neun Personen verletzt wurden.

Im Zeitraum von Donnerstagmorgen bis Freitagmorgen wurden insgesamt 89 Ordnungswidrigkeitsanzeigen im Zusammenhang mit der Durchsetzung der Corona-Schutzverordnung erstattet.

Im Vergleich zum Vorjahr lässt sich feststellen, dass sich die Gesamtanzahl der Einsätze sowie die Sachbeschädigungen etwa auf gleichem Niveau bewegten. Es wurden weniger Brände und Körperverletzungsdelikte angezeigt, dafür mehr Ruhestörungen im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten.

"Böllerkrieg" in Oelsnitz zieht 27 Anzeigen nach sich

Gegen 0:30 Uhr wurde der Polizei eine größere Personengruppe gemeldet, die sich im Bereich der Rosa-Luxemburg-Straße in Oelsnitz befand und sich gegenseitig mit Pyrotechnik bewarf. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte rund 30 Personen fest. Die Beamten erfassten die Identitäten der Beteiligten und fertigten 27 Anzeigen wegen mehrerer Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung (unzulässige Gruppenbildung, Überschreiten der Personenanzahl und Nichttragen der Mund-Nasebedeckung). Außerdem wurden bei den Beteiligten zwei Schreckschusswaffen mit Munition aufgefunden. Entsprechende Anzeigen wurden erstattet.

Schlägerei in Kirchberg

Gegen 2:38 Uhr wurden Einsatzkräfte der Polizeidirektion Zwickau zu einer Schlägerei auf dem Mühlweg in Kirchberg gerufen. Dort kam es, ersten Erkenntnissen zufolge, zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen. Die Lage vor Ort stellte sich äußerst unübersichtlich und schwer rekonstruierbar dar.

Im Ergebnis bleibt festzuhalten, dass drei Beteiligte verletzt wurden. Von 19 Personen wurden die Identitäten festgestellt. Außerdem wurden bei einem Beteiligten Böller der Klasse F3 festgestellt. Entsprechende Anzeigen wurden erstattet. Die Beamten sprachen gegenüber allen Beteiligten Platzverweise aus.