Predigt bis Ostern in der Winterkirche

Zwickauer Dom Am Sonntag wurde die restaurierte Sakristei festlich eingeweiht

Mit einem festlichen Gottesdienst ist am Sonntag im Zwickauer Dom die restaurierte Sakristei eingeweiht worden. Die Investition von mehr als 100.000 Euro hilft auch beim Sparen, wie Pfarrer Frank Bliesener deutlich machte. "Die Sakristei wird bis Palmsonntag für Gottesdienste genutzt, damit wir nicht die ganze Kirche heizen müssen." Bliesener stand bei dem Gottesdienst vor 100 Gemeindegliedern in altehrwürdigem Ambiente: "Unsere Sakristei wurde 1507 errichtet und diente schon im Mittelalter als Winterkirche, denn damals wie heute war den Menschen kalt, zumal die Kirche noch gar keine Heizung hatte. Wir sind sehr glücklich darüber, dass der Raum so schön geworden ist, deswegen wurden auch die Menschen, die an der Restaurierung beteiligt waren, zum heutigen Gottesdienst eingeladen." Dombaumeister Michael Kühn freute sich über die bewundernden Blicke der Gottesdienstbesucher für den sanierten Raum. Dass er so hell wirkt, liegt an der Farbgebung des Netzgewölbes, das nach dem Entfernen etlicher Farbschichten in den Zustand aus dem 16. Jahrhundert zurückversetzt wurde. Die Sakristei soll später noch einen neuen Altar für die Gottesdienste bekommen. "Wir haben das Epitaph, das sich bis zur Restaurierung in der Sakristei befand, entfernt und wollen einen frei stehenden Altar haben, damit man wie beim heutigen Abendmahl-Gottesdienst rund um den Altar stehen kann", sagte Pfarrer Bliesener. "Es wird aber noch eine ganze Weile dauern, bis wir ihn haben. Bis dahin werden wir provisorisch einen Altartisch benutzen."

Ab Freitag sollen hier auch 14-täglich um 17 Uhr Friedensgebete stattfinden. Die Sakristei ist normalerweise ein Nebenraum in Kirchen, in dem aufbewahrt wird, was für den Gottesdienst benötigt wird.