Preis würdigt Museumsarbeit

Auszeichnung Jürgen Knauss prägt das Haus in Blankenhain

Blankenhain. Tolle Auszeichnung für Jürgen Knauss, Leiter des Deutschen Landwirtschaftsmuseums Schloss Blankenhain. Der Schwabe, der vor 20 Jahren nach Sachsen kam, erhielt den AgrarKulturerbe-Preis 2012 der Gesellschaft für Agrargeschichte (GfA). Mit der Auszeichnung, die mit einem 1.000-Euro-Preisgeld dotiert ist, sollen die zahlreichen agrarkulturellen Arbeiten, die auch überregional beispielgebend sind, gewürdigt werden. Jürgen Knauss hat unter schwierigen Voraussetzungen ein einzigartiges Freilichtmuseum der ländlichen Lebens- und Arbeitswelt auf einer Fläche von elf Hektar mit 80 Gebäuden und 100 agrargeschichtlichen thematischen Ausstellungen federführend aufgebaut. Er sieht diesen Preis als Würdigung der geleisteten Arbeit. Knauss betonte in seinen Dankesworten, dass ohne den Rückenhalt der politischen Entscheidungsträger diese Leistung nicht möglich gewesen wäre. Der Landkreis Zwickau betreibt das Haus im Ortsteil von Crimmitschau.

Angelika Hölzel nahm am Freitag am Festakt in zwei Funktionen teil. Sie vertrat Landrat Christoph Scheurer und reihte sich als Vorsitzende des Fördervereins in die Schar der Gratulanten ein. Hölzel resümierte in ihrem Redebeitrag: "Die Personalentscheidung des damaligen Landkreises Werdau, vor 20 Jahren Jürgen Knauss einzustellen, war richtig. Er hat in dieses Museum sehr viel Herzblut fließen lassen. Er hat dieses Museum geprägt und das Museum hat Blankenhain geprägt. Zukunft braucht Herkunft." Pro Jahr strömen rund 30.000 Besucher in das Landwirtschaftsmuseum.