Prinzip Achtung und Respekt

Mit-Sprache Theater Plauen-Zwickau engagiert sich für Toleranz

Mit-Sprache": Unter diesem Motto steht die aktuelle Spielzeit im Theater Plauen-Zwickau. Es unterstützt und befördert die, durch aktuelle Ereignisse hervorgerufene, öffentliche Meinungsbildung in der Region. Carolin Eschenbrenner, Sprecherin des Theaters Plauen-Zwickau, erklärte: "Die Leitung des Theaters zeigt sich befremdet und besorgt über intolerante und vereinfachende Pauschalisierungen und Lösungsansätze im öffentlichen Raum. Nur durch differenzierte und vorurteilsfreie Debatten, die den Prinzipien der Achtung und des Respektes Rechnung tragen, lassen sich Verständigungen erzielen." Im Plan der aktuellen Spielzeit finden sich sechs Stücke, die sich mit diesen Themen befassen. Das Schauspiel hat mit Lessings "Nathan der Weise" den Klassiker zum Thema Religionsfreiheit ab Februar im Programm, ebenso mit "Weißes Mäuschen warme Pistole" ein Stück zur NSU-Problematik und mit dem Fallada-Stück "Jeder stirbt für sich allein" ein Werk über bürgerschaftliches Engagement im Nationalsozialismus. Im Musiktheater beschäftigt sich "Mare Nostrum" mit dem Fremden und mit Herrschaftsbeziehungen im Kolonialismus.

Und als Klassenzimmerstück konfrontiert der Krieg Schülerinnen und Schüler mit der umgekehrten Situation, indem sie aus einem von Bürgerkrieg betroffenem Land nach Afrika flüchten müssen. Auch für die Kleinen wird die Thematik von Ausgrenzung und Solidarität unter anderem im Puppentheaterstück "An der Arche um Acht" behandelt. Der Konzertspielplan verweist mit Werken internationaler Komponisten wie dem Türken Ahmed Saygun oder dem Letten Peteris Vasks auf die Universalität von Musik. Nachdem das Theater bereits in der vergangenen Spielzeit zwei Puppentheater-Vorstellungen speziell für Kinder aus den Asylbewerberheimen durchgeführt hat, wird es auch in dieser Spielzeit besondere Angebote für Flüchtlinge geben. msz/cae