"Prüfer" an den Eisenbahnbrücken unterwegs

BAHNGESCHICHTE Viadukte in Leubnitz und Steinpleis stehen schon seit 175 Jahren

Leubnitz/Steinpleis. 

Leubnitz/Steinpleis. Ohne Corona hätte es Anfang September in Werdau sowie in den Ortsteilen Langenhessen, Leubnitz und Steinpleis vielleicht ein großes Fest gegeben. Denn vor 175 Jahren, am 6. September 1845, wurde die Eisenbahnstrecke von Crimmitschau über Werdau nach Zwickau eingeweiht. Zuvor wurden die drei großen Viadukte über das Leubnitztal, an der Grenze nach Steinpleis und über das Römertal fertiggestellt. Die Ziegelsteinbauwerke gelten als Muster für die 1851 eingeweihten Brücken über das Göltzschtal und das Elstertal im Vogtland.

 

Überprüfung der Brücken

Im Raum Werdau kommt noch das Viadukt über den Koberbach in Langenhessen dazu, worüber der Zug von Crimmitschau nach Zwickau vor 175 Jahren ebenfalls gerollt ist.

Unabhängig von diesem Eisenbahnjubiläum wurden vor kurzem die Brücken einer Überprüfung unterzogen. Die Deutsche Bahn "bediente" sich dafür bei einem Industriekletterer-Unternehmen, deren Mitarbeiter unter anderem am Leubnitztal-Viadukt mit Bohrer und anderen Geräten zum Teil schwindelerregende Stunts vollführten. Schließlich ist die 172 Meter lange Brücke in der Mitte 23,50 Meter hoch, womit sie die höchste der drei Ziegelbrücken ist. Die längste ist mit knapp 225 Metern die Römertalbrücke.