PrüstelGP-Team vorgestellt

Motorsport Sächsischer Rennstall bestreitet WM-Saison 2019 mit zwei Tschechen

Hohenstein-Ernstthal. 

Hohenstein-Ernstthal. Dass das sächsische Team Redox PrüstelGP im Jahr 2019 mit den beiden tschechischen Fahrern Jakub Kornfeil und Filip Salac an der Motorrad-Weltmeisterschaft, die vom 5. bis zum 7. Juli erneut auf dem Sachsenring Station machen wird, teilnimmt, stand schon seit September letzten Jahres fest. Dennoch ziert es sich, den Fans und Sponsoren das komplette und auf einigen Positionen neu zusammengestellte Team sowie den neuen optischen Auftritt kurz vorm Saisonbeginn der Öffentlichkeit vorzustellen. Dies war beim Team Redox PrüstelGP am Freitag, dem 1. Februar, wieder der Fall, und zwar passenderweise am Sachsenring, unweit des Teamsitzes im Callenberger Ortsteil Reichenbach.

An 2018 anknüpfen

Nach dem Fotoshooting auf dem Sachsenring in klirrender Kälte lud der sächsische Grand-Prix-Rennstall Sponsoren, Partner und Vertreter der Presse zur offiziellen Vorstellung in die warme Halle des ADAC Sachsen, inmitten des Gewerbegebietes Sachsenring. Bei bzw. nach der feierlichen Enthüllung der KTM-Bikes für die Moto3-WM gab der Team Managing Director Florian Prüstel auch zu den Zielen in dieser Saison Auskunft.

"Wir wollen an die Saison 2018 anzuknüpfen, die wir bekanntlich mit dem Italiener Marco Bezzecchi auf dem dritten WM-Rang beenden konnten. Wir sind inzwischen im Fahrerlager vom No-Name-Team als nun bestes KTM-Team sehr bekannt geworden und wollen in diesem Jahr ähnliche Erfolge feiern. Jakub Kornfeil ist ein sehr erfahrener Pilot. Wir hoffen mit ihm um die Top-5-Plätze kämpfen zu können. Es wird eine interessante Saison, weil viele gute Fahrer, unter anderem Marco Bezzecchi, in die Moto2 aufgestiegen und die Karten komplett neu gemischt worden sind. Von Filip Salac erwarten wir, dass er schnell den Anschluss an die Top-Fahrer schafft und am Ende Bester der vielen Rookies wird", so der mit erst 29 Jahren noch sehr junge Teamchef.

Noch etwas gedämpfte Kampfansage von Jakub Kornfeil

Diese Erwartungshaltung hat auch Jakub Kornfeil, der mit seinen 25 Lenzen wieder der Oldie im Moto3-Feld sein wird. Er sagte: "Es ist schwierig, über meine Ziel zu sprechen, aber in meinem Kopf schwirrt schon am Ende ein Top-5- oder Top-3-Platz herum. Viele Fahrer haben die Klasse verlassen, viele neue sind hinzugekommen, andere haben das Team bzw. das Material gewechselt, sodass man das vor der ersten Begegnung auf einer Rennstrecke nur schwer vorhersagen kann. KTM hat viele neue Teile gebracht, die gilt es jetzt zu testen."

Rookie Filip Salac strebt Top-10-Plätze an

Kleinere Brötchen wird Filip Salac als Klassenneuling vorerst backen müssen, doch welches Potenzial Fahrer, die aus dem Red Bull MotoGP Rookies Cup kommen, haben, hat der Türke Can Öncu mit seinem Sieg in seinem ersten Grand-Prix-Rennen beim WM-Finale 2018 in Valencia bewiesen. Filip Salac schloss diese Nachwuchsserie mit etwas Pech als Gesamtvierter ab.

Der 17-Jährige, der, wie im Vorjahr Marco Bezzecchi, mit der Startnummer 12 antreten wird und somit ein schweres Erbe antritt, sich andererseits eine zusätzliche Motivationsspritze verabreichte, sagte bei der Teampräsentation: "Ich möchte bester Rookie werden und öfters in die Top 10 fahren. Das wird schwierig, aber ich werde alles geben. Ich bin voriges Jahr bei meinem Heimrennen in Brünn als Wild-Card-Fahrer dabei gewesen und habe da gesehen, wie es zugeht. In der WM wird härter gefahren und die Rennen sind länger. Ich muss nun so trainieren, dass die Kraft auch bis zum Rennende reicht, denn dann werden meist sogar die schnellsten Rundenzeiten gefahren. Ich denke, dass ich von Jakub viel lernen kann. Wir sind gut befreundet und sprechen die gleiche Sprache."

Gleich nach der Teampräsentation machte sich die Crew samt Auflieger, Bikes und Material zu Testfahrten ins spanische Valencia auf. Neuer Technikchef ist der erfahrene Bayer Stefan Kirsch, der diese Position in den letzten Jahren bei Philipp Öttl inne hatte.