Putzaktion in der Pleiße: Woher kommt der ganze Müll?

Arbeitseinsatz Helfer finden Teppiche, Autoreifen und Hausmüll

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Foto: Getty Images/iStockphoto/mihtiander

Crimmitschau/Werdau. Bei den Putzaktionen, die an den letzten Tagen in Crimmitschau und in Werdau stattfanden, hat sich ein Teil der fleißigen Helfer auch in die Pleiße gewagt. Sie holten in beiden Städten viel Müll aus dem Fluss.

In Crimmitschau beteiligten sich zwölf Frauen und Männer im Einsatz. Dabei handelte es sich um Mitglieder der Ortsfeuerwehr und Besucher des Jugendclubs "Alte Feuerwehr". Sie sammelten zwischen 2,5 und 3 Kubikmeter Unrat ein. "Aus der Pleiße wurden unter anderem ein Einkaufswagen, Metall verschiedenster Größe und Form, sehr viel Papier und ganze Müllsäcke gefischt", sagt Crimmitschaus Rathaussprecherin Uta Pleißner.

Teppiche, Schrott und Autoreifen - Das gehört nun wirklich anders entsorgt

André Kleber, der sich in der Stadtverwaltung in Werdau um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert, hat sich am Samstag selbst mit in die Pleiße gewagt. Er ist schließlich Vorsitzender der Wasserwacht-Ortsgruppe an der Koberbachtalsperre. 15 Helfer beteiligten sich am Arbeitseinsatz in der Pleiße. Dazu gehörten auch drei syrische Mitglieder der Wasserwacht.

"Zu unseren Aufgaben gehört auch der Umweltschutz. Deshalb helfen wir bei solchen Aktionen gern", sagt André Kleber. Zu den besonderen Funden in Werdau gehörten erstaunlich viele Teppiche und Auslegware. "Zudem ist ersichtlich, dass einige Bürger ihren Hausmüll gezielt in der Pleiße entsorgen", sagt Kleber, der mit seinen Helfern zusätzlich Schrott, Glas, Autoreifen und Verkehrszeichen aus dem zwölf Grad kalten Pleiße-Wasser "fischen" musste.