Radverkehr: Limbach-Oberfrohna landet auf letztem Platz

Ernüchterung Stadt schneidet bei Befragung zu Fahrradfreundlichkeit schlecht ab

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Im Zuge des Umbaus des Gießerwegs werden auch Radzonen entstehen. Foto: Annett Büchner

Limbach-Oberfrohna. Interesse am Radverkehr besteht auch in Limbach-Oberfrohna. Die Einschätzung der Radler und Radlerinnen über ihre Stadt ist allerdings mehr als ernüchternd. So war die Stadt 2016 das zweite Mal beim Fahrradklimatest "Hat Deine Stadt ein Herz fürs Rad?" des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) dabei.

60 fahrradfahrende Limbach-Oberfrohnaer haben sich an der Online-Umfrage des Fahrradclubs beteiligt und nach Schulnoten in 27 Unterkategorien die Fahrradfreundlichkeit ihrer Kommune bewertet. Insgesamt erhielt Limbach-Oberfrohna die Note 4,7. Das bedeutet im bundesdeutschen Vergleich nur den letzten Platz von 364 teilnehmenden Kommunen mit weniger als 50.000 Einwohnern.

Die beste Note gab es mit 3,3 in der Kategorie Fahrraddiebstahl. Die Frage nach einer guten Wegweisung wurde ebenso wie das aktuelle Engagement der Kommune für den Radverkehr mit 5,3 benotet. Eine 5,6 gab es für die mangelnde "Werbung für das Radfahren" und eine 5,7 für ein fehlendes Fahrradverleihsystem.

Es soll etwas getan werden

"Wir haben den Test zur Kenntnis genommen und sind enttäuscht über die Beurteilung", erklärte Oberbürgermeister Jesko Vogel. "Bei zukünftigen Straßenbauvorhaben wird das Thema mehr in den Fokus rücken. So sind beim derzeit im Bau befindlichen Gießerweg Schutzstreifen für Radfahrer vorgesehen." Laut dem OB liegen viele Vorhaben, wie die Sanierung der Weststraße oder die Rad-Anbindung nach Rabenstein, aber in der Verantwortlichkeit des Freistaates. Er freue sich, dass durch den Test die Diskussion wieder in Gang komme und werde an der für 13. Juni geplanten Gesprächsrunde in Kändler zu dem Thema teilnehmen.