Radwegpläne sorgen nicht nur für Freude

Bauvorhaben Waldenburg soll Anbindung an den Stausee bekommen - Naturschützer sehen Vorhaben kritisch

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Zwischen Waldenburg und Callenberg wurde ein breiter Waldstreifen für die Bauvorhaben gefällt. (Kuerzel: MPF)

Callenberg/Waldenburg. Nördlich von Callenberg, wo die B180 ausgebaut werden soll, mussten viele Bäume weichen. Hier soll nicht nur die Straße erneuert werden, auch ein Radweg ist geplant. Er soll Waldenburg mit Callenberg und dem Stausee Oberwald verbinden. Der erste Bauabschnitt wird zwischen der Siedlung Naundorf und Callenberg entlang der B180 errichtet. Er ist etwa 1,2 Kilometer lang.

Weitere Pläne sehen vor, dass die Trasse der früheren Erzbahn ausgebaut wird und der Radweg bis zum Staussee und in Richtung "Katze" fortgesetzt wird. Insgesamt wird er dann 5,5 Kilometer lang sein und Lücken zwischen bestehenden regionalen Radwegtrassen schließen.

Die Pläne für den Radwegbau freuen zwar viele Hobbyradler, sorgen aber auch für Kritik. "Die stillgelegten Bahnstrecken haben sich zu Biotopen entwickelt. Die verschwinden nun oder werden massiv beeinträchtigt", kritisiert Manfred Sonntag, Naturschutzhelfer aus Oberlungwitz. Die Natur für Freizeitspaß zu opfern, könne nicht richtig sein. Denn Pflanzen und Tiere brauchen zwischen den riesigen Agrarflächen, die intensiv und mit Einsatz chemischer Mittel bewirtschaftet werden, laut Sonntag Rückzugsräume. Doch die verschwinden immer mehr.

Andere Bürger äußerten ebenfalls Zweifel über das Vorhaben. Der steile Anstieg aus Waldenburg sei für Radler nicht optimal. Zudem gäbe es ja bereits Wege durch den Grünfelder Park in Richtung Callenberg, die viel schöner als die Strecke an der B180 seien und auch Bänke und Gastronomie für eine Rast bieten.