Rechnung geht an Hausbesitzer

Sanierung Stadt hat im Bereich "Am Brühl" schon 289.000 Euro eingenommen

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Ein Teil der Ausgleichsbeiträge wird momentan in der Neugasse wieder verbaut. Foto: Frenzel

Werdau . Die Grundstückseigentümer in den Sanierungsgebieten werden zur Kasse gebeten. Wenn die Förderperioden abgelaufen sind, verlangt die Stadt sogenannte Ausgleichsbeiträge für die Wertsteigerung in dem Areal. Stadtplanerin Petra Jehring beschäftigt sich dabei momentan mit vier verschiedenen Sanierungsgebieten.

Im rund 30 Hektar großen Sanierungsgebiet "Am Brühl" sollen 303 Grundstückseigentümer einen Ausgleichsbeitrag zahlen. Auf freiwilliger Basis haben bisher 209 Grundstückseigentümer in die Kasse gegriffen. Dadurch sind 289.000 Euro in die Stadtkasse geflossen. Mit dem Geld können unter anderem die Sanierung von Pfarrgasse und Klostergasse finanziert werden. Zudem fließen die Mittel in den Bau der Parkplätze an der Neugasse, wo die Tief- und Straßenbauer momentan im Einsatz sind. Von den restlichen 94 Grundstückseigentümern, die in den nächsten Monaten mit einem Bescheid aus dem Rathaus rechnen müssen, erwartet Petra Jehring noch einmal 126.000 Euro. Im Sanierungsgebiet "Werdau-Nord" müssen die Eigentümer von 144 Grundstücken bezahlen. Davon wurde bisher in 97 Fällen das Geld überwiesen. Werdau hat 18.000 Euro eingenommen. Der gleiche Betrag steht noch aus.

Eine andere Situation gibt es im Sanierungsgebiet "Bergstraße Leubnitz", wo sich 82 Grundstücke befinden. Mit den Fördermitteln, die seit 1997 geflossen sind, konnten unter anderem die Bahnhofstraße saniert und die Kindertagesstätte "Wirbelwind" gebaut werden. Petra Jehring prüft momentan ob Aufwand und Nutzen bei den Sanierungsbeiträgen im Ortsteil Leubnitz im Verhältnis stehen. "Die Erhöhung des Bodenwertes liegt hier nur im Cent-Bereich", sagt Jehring. Deshalb muss noch entschieden werden, ob aufgrund einer Bagatellklausel auf die Beiträge verzichtet werden kann. Dagegen sollen die Mitglieder eines Gutachterausschusses ab dem nächsten Jahr mit der Ermittlung der Bodenwerte im Sanierungsgebiet "Südliche Innenstadt" beginnen.