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Redlich: "Mahnung tut auch heute Not"

DenkmalErinnerung an Gefallene als Warnung vor Gewalt und Hass

Region. 

Region. Gedenkveranstaltungen und Kranzniederlegungen zum Volkstrauertag am vergangenen Sonntag waren aufgrund der Corona-Pandemie nur sehr eingeschränkt möglich. Trotzdem fanden beispielsweise in Hohenstein-Ernstthal und Glauchau Kranzniederlegungen statt.

In Kuhschnappel gab es sogar eine Denkmals-Enthüllung. Das Mahnmal in Tirschheim, einem bis 1950 eigenständigen Ort, erinnert an die Gefallenen im Ersten Weltkrieg. Acht junge Tirsch-heimer ließen zwischen 1914 und 1918 in dem Krieg ihr Leben. Das Denkmal wurde Anfang der 1920er Jahre errichtet und nun für insgesamt rund 7000 Euro restauriert. Dafür wurde der Standort an der Ernst-Schneller-Straße auf Vordermann gebracht. Das Geld stellte die Gemeindeverwaltung St. Egidien zur Verfügung, die auch für Kuhschnappel verantwortlich ist. "Mahnung tut auch heute Not", sagte Bürgermeister Uwe Redlich, der an die Konflikte im Kaukasus oder Gewalt und Hass in anderen Teilen der Welt erinnerte.

Die Restaurierung des Denkmals, die vom Steinmetzbetrieb Brumme in Meerane vorgenommen wurde, geht auf eine Initiative des Heimatvereins und seiner Arbeitsgruppe Heimatarchiv zurück. Die Mitglieder koordinierten die nötigen Maßnahmen genau wie beim Denkmal in Kuhschnappel, das im vergangenen Jahr zum Volkstrauertag nach der Restaurierung wieder eingeweiht wurde. Auch hier wird an die Opfer des Ersten Weltkrieges erinnert. Es waren insgesamt 22. Geplant ist, dass auch noch eine Tafel angebracht wird, auf der an die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges erinnert wird.