Reformationstag: Ausnahmeprojekt vollendet

Oratorium Konzert vor ausverkaufter Kirche in Limbach-Oberfrohna

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Martin Luther (Mitte) wird von Zweifeln geplagt. Foto: A. Büchner

Limbach-Oberfrohna. In diesem Jahr kam man kaum an dem Namen "Martin Luther" vorbei. Dabei wurde durchaus kontrovers über den Reformator gesprochen, der vorgestern vor 500 Jahren seine weltberühmten Thesen vorbrachte. Um dieses besondere Jubiläum zu würdigen, wurde fast zwei Jahre lang an einer außergewöhnlichen Darbietung geprobt.

"Im Januar 2016 haben die ersten Planungen begonnen, die auf die Gemeinde Chemnitz-Euba und die Band 'Yellowtune' zurückgehen", erinnert sich Johannes Baldauf. "Über die lange Zeit stand das Projekt, das aus den Federn von Michael Kunze und Dieter Falk stammt und auch an verschiedenen anderen Orten Deutschlands inszeniert wurde, so manches Mal auf der Kippe."

Zusammen geübt wurde erst kurz zuvor

Der Chorleiter verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass die über 200 Mitwirkenden bis fast zum Schluss für sich probten: "Erst vor zwei Wochen kamen beide Chöre, die Solisten, die Band, aber auch die Techniker zusammen", informiert der Kirchenmusiker.

Das Ergebnis wurde bei vier Aufführungen, zwei in der Kirche Euba und zwei in der Lutherkirche Oberfrohna, mit langanhaltendem Applaus und teilweise stehenden Ovationen gewürdigt. "Man kann kaum glauben, dass nun alles vorbei ist - die Eindrücke erfüllen einen noch ganz", bekennt Baldauf. "Insgesamt haben etwa 1700 Besucher unsere Aufführungen erlebt."

Neben den beiden Projektchören aus Euba und Limbach mit rund 135 Sängern waren der "Voicepoint"-Choir und das gleichnamige Gesangsstudio, Mitglieder der Bands "Yellowtune" und "Voicepoint" sowie Techniker, Requisiteure, Caterer und Ordner in das Ausnahme-Projekt involviert.