Reifen-Killer schlägt wieder zu

Zeugen gesucht Unbekannter verstreut Nägel auf Straßen und in Einfahrten

Kirchberg. 

Kirchberg. Seit gut einem Jahr treibt in Kirchberg ein bislang unbekannter Reifen-Killer sein Unwesen. Mehrfach verstreute er Dachpappnägel in Einfahrten und auf Straßen. Jetzt hat er erneut zugeschlagen. Diesmal war die Brücke zur Parkstraße in Saupersdorf Ziel seiner unsinnigen Attacke. Einem aufmerksamen Anwohner waren die Nägel aufgefallen. Unverzüglich informierte er daraufhin die Behörden. Genau die richtige Entscheidung, schätzte der Kirchberger Bürgerpolizist Ralf Törpe ein.

"Je schneller wir von derartigen Vorkommnissen Kenntnis erhalten, umso schneller können wir handeln und so auch mögliche Schäden verhindern", sagte der Beamte. Es sei nicht das erste derartige Ereignis in Kirchberg. "Seit etwa einem Jahr ist der Nagel-Streuer aktiv. Allein in drei Fällen war der Leutersbacher Weg in Saupersdorf betroffen", so Törpe. Einen Zufall schließt er aus. Denn bei den Nägeln handelte es sich bislang immer um die gleiche Sorte: etwa 30 Millimeter lange Dachpappnägel. Um die 200 Stück - etwa so viel wie in einer ordentlichen Hand Platz finden - wurden bislang jedes Mal verteilt.

Beunruhigend sei laut dem Bürgerpolizisten, dass sich der Nagel-Verstreuer offensichtlich sehr sicher fühlt. Denn dazu, so etwas am helllichten Tag zu machen, gehöre schon eine ordentliche Portion Unverfrorenheit. Als Motiv vermutet er entweder tief sitzenden Frust oder eklatante Dummheit. "Solche Handlungen sind unverzeihlich und gefährlich. So ein eingefahrener Nagel kann zu massivem Luftverlust im Reifen führen. Schlimmstenfalls verliert der Kraftfahrer dadurch die Kontrolle über sein Fahrzeug, was zu einem schweren Unfall führen kann." Die Polizei sucht jetzt nach Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu auf dem oder den Tätern geben können.