Rentner entschieden sich für erweiterten Suizid

Polizei Zwei Todesfälle in Remse

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Foto: Hieronymus Ukkel/iStockphoto

Remse. Zu zwei tragischen Todesfällen kam es in der Nacht zum Mittwoch in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Remse. Ein Zeuge hatte am Mittwoch, gegen 7 Uhr, die dort wohnhaften, über 80-jährigen Eheleute leblos gefunden. "Wie sich im Rahmen der bisherigen Ermittlungen darstellt, hat der Ehemann offensichtlich seine Frau mit einer Schusswaffe getötet und danach sich selbst erschossen. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine Anhaltspunkte auf eine damit verbundene Straftat oder das Einwirken Dritter", sagt Polizeisprecherin Anett Münster.

Sie gehörten zu den ältesten Einwohnern der Stadt

Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen und geht derzeit von einem sogenannten erweiterten Suizid aus. Die Nachricht vom Tod des Ehepaares war ein Gesprächsthema in der 1700-Einwohner-Gemeinde. "Die Leute, die davon gehört haben, sind schockiert", sagt Bürgermeister Joachim Schuricht, der sich selbst am Unglücksort informiert hat. Er berichtet, dass die beiden Senioren zu den ältesten Einwohnern in Remse gehört haben. Der Mann sei in verschiedenen Vereinen und der Feuerwehr aktiv gewesen. Zuletzt habe er sich intensiv um die Pflege seiner Frau gekümmert. "Sie haben vermutlich eine innere Entscheidung getroffen und ihr Schicksal selbst in die Hand genommen", sagt Schuricht.