Rico Leuschner wird neuer Gemeindewehrleiter

Retter Verjüngung bei der Feuerwehr

Gemeindewehrleiter Manfred Dietz und sein Nachfolger Rico Leuschner. Foto: Markus Pfeifer

Hohenstein-Ernstthal. Die Feuerwehren der Region haben vielerorts in den vergangenen Jahren ihr Führungspersonal verjüngt. Nun erfolgt das auch bei der Freiwilligen Feuerwehr in Hohenstein-Ernstthal. "Der Generationswechsel ist dringend nötig", sagt der amtierende Gemeindewehrleiter Manfred Dietz (63), der noch bis 22. März im Amt ist.

Jugendfeuerwehr zählt 35 Mitglieder

Dann tritt sein Nachfolger Rico Leuschner (30) den Dienst an. Er wurde in der Jahreshauptversammlung gewählt und setzte sich dabei mit 54 Stimmen knapp gegen Sven Weinhold (50 Stimmen) durch. Weinhold wird als Ortswehrleiter eng mit Gemeindewehrleiter Leuschner zusammenarbeiten. Der sieht ein gutes Miteinander der Feuerwehrleute als äußerst wichtig für die Arbeit der Wehr an. Auf eine starke Truppe kann er bauen.

Denn die Zahl der aktiven Kameraden ist von 71 auf 82 gestiegen. Die Jugendfeuerwehr mit insgesamt 35 Mitgliedern in Hohenstein-Ernstthal ist ebenfalls gut aufgestellt. Im Jahr 2019 sollen zwei neue Mannschaftstransporter in Dienst gestellt werden und 2020 oder 2021 wird eine neue Drehleiter folgen.

Hoffnung auf Förderung

Bei der Jahreshauptversammlung der Hohenstein-Ernstthaler Feuerwehr war auch der neue Kreisbrandmeister Alexander Löchel zu Gast. Der 33-Jährige hat kürzlich die Nachfolge von Thomas Wende angetreten und war zuvor bei der Berufsfeuerwehr in Dresden tätig. Er hatte eine Statistik mitgebracht, die zeigt, wie umfangreich die Arbeit der Feuerwehren im Landkreis Zwickau ist. Rund 3500 aktive Kameraden gibt es insgesamt. Im Jahr 2018 standen rund 57.000 Einsatz- und 192.000 Ausbildungsstunden zu Buche.

Bei insgesamt 5200 Einsätzen handelt es sich um 900 Brände und knapp 2600 technische Hilfeleistungen. Fast 900 Mal waren Fehlalarme zu verzeichnen. Ein Problem sieht Löchel bei der Lehrgangsteilnahme, denn oftmals fehlten angemeldete Kameraden. "Da müssen wir dran arbeiten", betont der neue Kreisbrandmeister, der hofft, dass es genau wie im vergangenen Jahr wieder rund 2,6 Millionen Euro vom Freistaat für Investitionen in die Feuerwehren geben wird.