Ringen um Radlersonntag

Bauarbeiten Wird Mülsens größtes Volksfest ausgebremst?

Mülsen. 

Mülsen. Gibt es in diesem Jahr den beliebten Radlersonntag im Mülsengrund oder muss er wegen Baumaßnahmen ausfallen? Ursprünglich hatte Mülsens Bürgermeister Hendric Freund die weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannte Veranstaltung für 2019 schon abgehakt. Der Grund: Eine umfangreiche Straßenbaumaßnahme und die Erneuerung einer Gasleitung verhindern einen durchgängigen Verlauf der Strecke von Dennheritz bis Neuschönburg.

Hinzu kommt, dass die Nebenstraßen für Rettungsfahrzeuge frei gehalten werden müssen. Nachdem das Thema auf der aktuellen Gemeinderatssitzung kontrovers diskutiert und die Suche nach Alternativen gefordert wurde, dürfen sich die Pedalritter möglicherweise wieder Hoffnung machen. Laut Bürgermeister könnte man das Fest auf Anfang Herbst oder Anfang April verschieben. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.

Der Radlersonntag erlebte im vergangenen Jahr seine 25. Auflage. Alljährlich lockt Mülsens größtes Volksfest mehrere Tausend Pedalritter an. Unter anderem traten beim Radlersonntag auch schon Sachsens ehemaliger Ministerpräsident Georg Milbradt, der derzeitigen Amtsinhaber Michael Kretschmer und DDR-Radsportikone "Täve" Schur in die Pedale. Obwohl die Veranstaltung von der Gemeinde ausgerichtet wird, lebt sie zu einem Großteil von den Aktivitäten am Rande der Strecke. Dort präsentieren sich Firmen und Vereine. Außerdem öffnen die Kirchen traditionell ihre Türen für Besucher.