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Robert Schumann Sonderausstellung

Sonderausstellung Poesiealben des Freundeskreises und der Familie von Robert Schumann

Zwickau. 

Zwickau. Eine neue Sonderausstellung im Foyer des Robert-Schumann-Hauses widmet sich seit Sonntag den Poesiealben des Freundeskreises und der Familie von Robert Schumann.

Erforscht wurde das Thema vom Museumsleiter Thomas Synofzik, der sehr viel Spannendes darüber zu berichten weiß. So interessant wie die Ausstellung ist, es handelt sich eigentlich nur um ein Nebenprodukt von Synofziks Arbeit an der 800 Seiten starken Schumann-Briefedition. Sie werde mit höchster Wahrscheinlichkeit noch in diesem Jahr erscheinen, erklärte der Museumsleiter.

Zu sehen sind in der Ausstellung die Handschriften und Einträge der gesamten Schumann-Familie: der drei Brüder, der Schwester Emilie (die 1825 Selbstmord beging), des Vaters, der Mutter, der beiden Großmütter. Aber auch Schulfreunde und Schumanns Jugendlieben Liddy und Ida sind dabei. Was Synofzik besonders freut: Es ist ihm bei dieser Gelegenheit gelungen, jene Person zu identifizieren, in deren Album sich der 15-jährige Schumann am 8. August 1825 eintrug. "Das Blatt stammt aus dem Stammbuch von Herrn Schaff, gehörte zu den Ersterwerbungen des Museums im Jahre 1910 und wurde bis jetzt noch nie erforscht", berichtet Synofzik, der nun herausgefunden hat, um wen es sich handelte: Besagter Georg Theodor Schaff war Direktor der Oberhohndorf-Reinsdorfer Kohleneisenbahn in Zwickau. "Wir könnten heute im Prinzip jeden Tag im Leben von Robert Schumann dokumentieren und belegen, wann und wo er jemanden getroffen hat", sagt Synofzik.

Nur bei einem Namen hat er sich beim "Blättern" in den Poesiealben die Zähne ausgebissen: Charlotte "Lottchen" Schumann. Fest steht, dass sie nicht zur Verwandtschaft, sondern zu Schumanns Freundeskreis gehörte. "Wir haben bis jetzt aber keine Lebensdaten von Schumanns Namensvetterin."



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