"Robymotten" fahren nach Österreich

Technik-Wettbewerb Lego-Roboter sollen Lebensqualität von Senioren erhöhen

Jubel bei den "Robymotten" aus Crimmitschau: Das neunköpfige Team hat den Regionalwettbewerb der First Lego League gewonnen. Damit löst das Team des Julius-Motteler-Gymnasiums das Ticket für die Teilnahme an der nächsten Runde, die am 8. Dezember im österreichischen Innsbruck ausgetragen wird. Mit der Bezeichnung "Robymotten" dokumentieren die jungen Leute die Begeisterung für die Roboter und die Verbindung zum Julius-Motteler-Gymnasium. Die Schüler, die aus den sechsten bis neunten Klassen kommen, mussten in der Aula der Westsächsischen Hochschule in Zwickau in vier Kategorien antreten. In der Forschungspräsentation landeten sie auf dem ersten Platz. Beim Roboter-Design und der Teamarbeit sprang jeweils der zweite Platz heraus. Dagegen gibt es noch Steigerungspotential im Roboter-Spiel, welches die "Robymotten" nur auf dem siebenten Platz beenden konnten. Die Tatsache, dass die Nachwuchs-Tüftler den Siegerpokal gewannen, stellte für Regionalwettbewerb-Organisator Tobias Teich keine Überraschung dar: "Die Mannschaft aus Crimmitschau hat sich damit auch für die konstanten Leistungen, die in den vergangenen Jahren gezeigt wurden, belohnt", so der Wissenschaftler

Der Regionalwettbewerb stand diesmal unter dem Motto "Senior Solutions - unabhängig, engagiert, mittendrin". Neun Schülerteams, die mit Teilnehmern zwischen 10 und 16 Jahren besetzt waren, suchten Lösungen für die Erhöhung der Lebensqualität von älteren Menschen. Sie entwickelten und programmierten einen autonomen Roboter, der Aufgaben im Umfeld der Senioren übernimmt. Dazu gehörten beispielsweise das Ausschalten von Herdplatten und das Transportieren von Medikamentenboxen. Prognosen, wann die ersten "großen" Roboter tatsächlich die Senioren unterstützen, fallen schwer. "Das ist vielleicht in zehn Jahren möglich", schätzt Neuntklässler Jakob Kratzmann ein, der zum Team der "Robymotten" gehört.