Rosen für Erzgebirgsdichter

Erinnerung Erzgebirgsverein ehrt Zwickauer Komponisten und Mundarttexter

Zwickau. 

Zwickau. Am vergangenen Sonnabend wäre der erzgebirgische Komponist, Texter und Porzellanmaler Hans Soph 150 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass trafen sich Mitglieder des Erzgebirgszweigvereines Zwickau auf dem Hauptfriedhof, um an ihn zu gedenken. Auf seiner letzten Ruhestätte, die er sich mit seiner Frau und seinem Sohn teilt, legten sie ein Gesteck mit weißen und roten Rosen ab.

Verein hat dem Dichter viel zu verdanken

"Hans Soph hat in den mehr als 50 Jahren, die er in Zwickau verbrachte, eine ganze Menge für den Erzgebirgszweigverein und die Pflege der erzgebirgischen Mundart getan. Allein schon aus diesem Grund ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, an seinem 150. Geburtstag in ehrendem Gedenken an seinem Grab zu verweilen", sagte Harald Lehnert, erster Vorsitzender des Vereines. Gedenken bedeutete für die Anwesenden unter anderem, sich die Zeilen des "Haamit-Liedes", vorgetragen von Brigitte Kunz, anzuhören. Gleichzeitig ließen sie auch die ein oder andere noch vorhandene Erinnerung an ihn aufleben. Immerhin waren einige Mitglieder des Erzgebirgszweigvereins einst seine Musikschüler.

Hans Soph wurde am 19. Januar 1869 als Johann (Hans) Nepomuk Soph im böhmischen Platten geboren. Sein musikalisches und zeichnerisches Talent wurde schon frühzeitig erkannt und gefördert. Unter anderem erhielt er Geigen- und Gitarrenunterricht. In Anschluss an seine Lehre als Porzellanmaler in Aue, ging er auf Wanderschaft. In der Rosenthal-Porzellanfabrik in Altrohlau (Starà Role) arbeitete Hans Soph als Blumen- und Figurenmaler. Hier entstand 1886 auch sein erstes Lied "Mei Haamit läßt mich grüßen". 1902 heiratete er und zog wenig später mit seiner Ehefrau nach Zwickau. Dort verstarb Hans Soph zehn Tage nach seinem 85. Geburtstag. An seinem früheren Wohnhaus Poetenweg 32 erinnert noch heute eine Tafel an ihn.