Rudi - zu Hause im Glück

Happyend "Findeschwein" darf bleiben

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Loreen (li.) und Selina Penderok sind froh, dass Rudi bei ihnen bleiben darf. Foto: A. Büchner

Pleißa. Wer hätte gedacht, dass diese Geschichte so schön enden würde? Als Ende November ein herrenloses Minischwein in Wolkenburg aufgegriffen wurde und sich zunächst kein Besitzer meldete, kam dieses in den Tierpark Limbach-Oberfrohna.

Dort konnte es nicht bleiben - aber mit Familie Penderok aus Pleißa fanden sich Tierfreunde, die dem jungen Eber zunächst ein Zuhause boten. Gemeinsam mit zwei Sauen machte sich der inzwischen "Rudi" Getaufte einen schönen Winter in liebevoller Umgebung.

Rudi ist Papa

Inzwischen ist ein halbes Jahr vergangen, und da weiterhin kein Eigentümer Ansprüche erhoben hatte, darf der Eber bei Penderoks bleiben. "Darüber sind wir sehr froh", gesteht Selina. "Unser Rudi ist nämlich inzwischen auch Vater von vier kleinen Ferkeln geworden." Diese wuseln in einer eigenen Box neben der des Vaters umher und bieten einen niedlichen Anblick.

Eine traurige Nachricht gibt es doch

Damit könnte die Geschichte wunderbar enden - aber leider hat sie wie so viele einen großen Wermutstropfen: "Das Muttertier, unsere Chica, hatte zwei Wochen nach der Geburt eine Lungenentzündung bekommen", so die Siebzehnjährige.

"Als sie starb, haben wir die Kleinen zu uns ins Haus geholt und mit der Flasche aufgezogen." Inzwischen gelten die Jungtiere als "über den Berg" und fressen auch schon Äpfel.

Mindestens zwei sollen auf dem Hof bleiben, Selina und Schwester Loreen haben sie bereits "Rosalie" und "Frieda" genannt. Rudi schaut auch gern durch den Zaun zu seinem munteren Nachwuchs - aus Sicherheitsgründen bleibt er aber von ihnen getrennt.