Rumänienhilfe Lichtenstein ist wieder unterwegs

Soziales 140 Geschenkpakete werden an bedürftige Familien verteilt - Sozialstation hilft den Menschen vor Ort

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Dorothea und Karlheinz Böhme beim Verladen der Geschenkpakete.

Zwei Kleinbusse und ein Pkw sind nötig, um 140 Geschenkpakete für arme Familien in Rumänien zu transportieren. Am zweiten Weihnachtfeiertag hat sich der kleine Tross mit sieben Aktiven der Rumänienhilfe der Kirchgemeinde Lichtenstein wieder auf den Weg nach Jakobsdorf in Siebenbürgen gemacht, wo die Geschenke verteilt werden sollen. "Das machen wir schon zum vierten Mal", erzählt Dorothea Böhme, eine der Organisatorinnen. Im Herbst hatte es wieder einen Aufruf gegeben und viele Menschen aus Lichtenstein und der Umgebung packten Geschenke ein. Die Sozialstation in Jakobsdorf, die von der Rumänienhilfe betrieben wird, hatte wieder Listen geschickt, so dass genau bekannt war, für welche Familien Geschenke gepackt werden können und wie viele Kinder sie haben. "Die Resonanz war wieder sehr gut", freut sich Dorothea Böhme. Doch logistisch gab es eine Herausforderung. Die Kartons, die eine Firma kostenlos zur Verfügung gestellt hatte, waren ziemlich groß. Das hat zur Folge, dass die Geschenke nicht nur um die 20 Kilo schwer sein können, sondern in den Fahrzeugen auch mehr Platz benötigen als bei früheren Touren.

Bereits im Herbst hatte die Rumänienhilfe nach großen Sammelaktionen drei LKW mit Hilfsgütern, darunter Kleidung, Fahrräder oder Haushaltswaren, nach Siebenbürgen geschickt. Dort werden sie für einen kleinen Obolus weitergegeben, was die Sozialstation mitfinanziert. Sie ermöglicht unter anderem eine ärztliche Versorgung der armen Romafamilien und die Unterstützung, die die Lebensbedingungen verbessern und die Flucht aus dem Land verhindern soll.